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Tapetenwechsel proaktiv von Karina Matejcek, www.kamaco.at Wir leben in einer Zeit ständiger Veränderung. Was gestern noch galt, ist heute schon überholt. Und natürlich wird von uns Flexibilität gefordert: Wir sollen uns anpassen, mit Auswirkungen arrangieren, deren Ursachen wir weder veranlasst noch verstanden haben. Manch einer fürchtet sich vor jeder neuen Nachricht – schließlich könnte man ja die Kontrolle über den aktuellen Status verlieren, mit einem Problem konfrontiert werden, in Stress geraten. Aber: Veränderungen sind etwas ganz Natürliches! Unser Beharren auf dem Vorhandenen und die Angst vor Änderungen spiegeln nur unsere eigene Unsicherheit wider. Bekanntes Terrain, und sei es noch so unbequem, bedeutet Sicherheit. Doch es gilt auch: Nur Veränderung bedeutet Fortschritt, Festhalten ist Stillstand. Gewöhnen Sie sich also lieber an Veränderungen. Die Zeit um den Jahreswechsel ist ideal, das für sich auszutesten. Jetzt ist die Gelegenheit, mit der eingefahrenen Routine zu brechen: Immer Gans als Feiertagsmenü, weil es die Familientradition so will? Wie wäre es mal mit was Leichterem? Schon wieder ein Baum mit den uralten Kugeln? Kaufen Sie sich neuen Weihnachtsschmuck. Schenken Sie sich eine gelbe Krawatte, wenn Sie sonst immer nur Dunkelblau tragen. Oder verpassen Sie sich eine neue Frisur. Die kommenden freien Tage bieten viele Möglichkeiten, eigenbestimmte Veränderungen zu initiieren. Nehmen Sie sich konkret einen echten Tapetenwechsel vor. Streichen Sie Ihre Wände in neuen Farben, suchen sich einen tollen Wandschmuck oder stellen Sie mal die Möbel um. Egal, was Sie sich vornehmen: Sie werden feststellen, dass es spannend sein kann, mit dem Status quo zu brechen. Es ergeben sich im wahrsten Sinne des Wortes neue Perspektiven. Und sobald Sie Veränderungen nicht ausgeliefert sind, sondern sie aktiv (mit)gestalten, sind Sie nicht mehr in der Rolle des Opfers, sondern des Gestalters. Und das wollen Sie doch, oder? Buchtipp Manfred Lütz: Irre! – Wir behandeln die Falschen: Unser Problem sind die Normalen. 208 Seiten, Hardcover, Gütersloher Verlagshaus 2009, ISBN 978-3-579-06879-4, EUR 18,50 (A) Manfred Lütz führt uns in die außergewöhnliche Welt der rührenden Demenzkranken, hochsensiblen Schizophrenen, erschütternd Depressiven, mitreißend Manischen und dünnhäutigen Süchtigen. Er holt die psychisch Kranken gleichsam aus dem professionellen Ghetto. Seine These: „Um die Normalen zu verstehen, muss man erst die Verrückten studiert haben.“ Sein Ziel: Auf 200 Seiten die ganze Psychiatrie und Psychotherapie allgemeinverständlich, humorvoll und auf dem heutigen Stand der Wissenschaft darzustellen. Manfred Lütz, geboren 1954, Arzt, ist katholischer Theologe und Autor. In seinen Büchern befasst er sich aus der Sicht eines Psychotherapeuten satirisch und humorvoll mit Gesundheitsthemen wie auch religiösen Fragen. Sein letzter Bestseller war „Gott. Eine kleine Geschichte des Größten“.
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