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In der Wiese liegen ... von Karina Matejcek, www.kamaco.at Es gibt kaum ein wirkungsvolleres Elixier gegen Stress und Hektik. Und meist muss man dafür auch gar nicht sehr weit reisen, findet man dieses Glück doch oft sogar im eigenen Garten, im nahen Park oder wenige Autominuten außerhalb der Stadt: In der Wiese liegen und mit der Seele baumeln – dieser Slogan der österreichischen Fremdenverkehrswerbung aus den Siebzigern hat nichts von seiner Strahlkraft verloren. Sich auf einer frühsommerlichen Wiese mit Blick in den blauen Himmel mit Schäfchenwolken aus dem Alltag auszuklinken, sich am Summen der Insekten und am Gesang der Vögel zu erfreuen, den Duft der Wiese einzuatmen und einfach an nichts zu denken – wann haben Sie so etwas zum letzten Mal gemacht? Ich habe mich umgehört und die Antworten ähnelten sich. Ja, man möchte ja gern, aber: keine Zeit. Immer, wenn man Gelegenheit hätte, regnet es. In Zeiten wie diesen kann man sich doch nicht einfach auf eine Wiese legen und in den Himmel schauen. In die Wiese legen – das ist vielleicht was für Romantiker, man selbst gehe lieber ins Fitnessstudio zum Workout. Wie geht es Ihnen mit dem Gedanken, mal abzuschalten, sich ein paar Stunden Ruhe zu gönnen und die Sorgen Sorgen sein zu lassen (keine Angst, die laufen eh nicht weg)? Es muss ja nicht gleich eine reale Wiese sein, oft reicht auch schon der Gedanke, die Vorstellung, eine Erinnerung, um sich das gute Gefühl herbeizuholen. Oder Sie schauen sich Bilder an, stellen sich vielleicht sogar eins auf den Schreibtisch oder installieren sich einen Sommerwiesenbildschirmhintergrund. Eine große Auswahl an Bildern gibt es zum Beispiel bei Flickr (www.flickr.com) und bei Pixelio (www.pixelio.de). Und wer sich gern was Größeres an die (Büro-)Wand hängen oder gar das Zimmer wiesenmäßig tapezieren möchte, findet bei Nature to Print (www.nature-to-print.de) vielleicht das Passende. Viel Spaß beim Stöbern, Schauen und mit der Seele baumeln! Buchtipp Brigitte Nagiller, Martha Canestrini: Gartenfreundinnen: Männer, Schnecken, Frühlingsblumen, 224 Seiten, Orac 2009, EUR 24,90, ISBN 978-3-7015-0516-6 Die weiblichwitzig-kluge E-Mail-Korrespondenz über das Leben im Garten und anderswo: Brigitte Nagiller und Martha Canestrini verbindet eine gemeinsame Leidenschaft: das Gärtnern. Bei einer Garten-Reise durch England haben sie einander kennen gelernt, danach begann eine E-Mail-Korrespondenz, die zu einem charmanten, humorvollen und informativen Tagebuch quer durchs Gartenjahr wurde. Aber auch anderes ist Thema ihrer Korrespondenz: die Gartenresistenz der Ehemänner, die die Pracht lieber vom Liegestuhl aus beobachten; Kochrezepte; Ärger mit Müttern und Söhnen; Computerviren, Prada-Handtaschen und knackige Gärtnergehilfen nicht zu vergessen.
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