Feel Good im Jänner 2013 - Mehr Disziplin, bitte!

Die ersten Wochen des Jahres sind vorbei und schon sind die Neujahrsvorsätze wieder Geschichte. Woran liegt das und was fehlt vielen auf dem Weg zu ihren Zielen?

 

Mehr Disziplin, bitte!

von Karina Matejcek, www.kamaco.info

Die ersten Wochen des Jahres sind vorbei. Und damit sind auch einige der Neujahrsvorsätze schon wieder vergessen. Stimmt’s?

Warum fällt es uns so schwer, Dinge zu ändern, selbst wenn sie uns nicht guttun? Warum fallen wir meist bald wieder in das alte Verhalten zurück, mit mehr oder weniger schlechtem Gewissen, aber irgendwie machtlos?

Mehrere Faktoren sind daran beteiligt: Bequemlichkeit, Angst vor Veränderung, sozialer Druck, Überforderung, ein zu strenger Plan bei gleichzeitig fehlender Disziplin ...

Halt! Was war das? Disziplin!? Nein, mit Disziplin will ich mich gar nicht befassen, wir sind ja hier nicht beim Militär! Ich will doch nur mit dem Rauchen aufhören und bis zum Sommerurlaub ein paar Kilo abspecken und meine Wohnung entrümpeln. Mit Drill, Anstrengung oder gar Strafe will ich nichts zu tun haben. Denn wie heißt es schließlich in den schönen Ratgeberbüchern immer: Sei gut zu dir, du hast es dir verdient!

So ist es. Das heißt aber nicht, dass es ohne Disziplin geht. Disziplin kann viele Gesichter haben. Sie kann uns von außen aufgedrückt werden, in Form von Regeln, Vorschriften oder gar Drohungen, mit denen jemand Macht über uns ausübt. Sie kann aber auch von innen kommen. Dann übernehmen wir selbst das Steuer. Oder, mit anderen Worten, die Macht.

Selbstdisziplin ist die Brücke vom Vorhaben zum Erfolg. Die Voraussetzungen: Sie wissen, warum Sie etwas umsetzen wollen, es hat also einen Sinn. Sie wählen den passenden Zeitpunkt und die richtigen Mittel. Sie motivieren sich durch eine Belohnung oder das in Aussicht stehende Ergebnis. Und dann bleiben Sie dran. Das macht nicht immer Spaß. Aber es bringt Ihnen etwas noch Besseres als Spaß, nämlich Freiheit.

Viel Erfolg, Sie haben ihn sich verdient!


Unser Buchtipp
Frank Jacobs: Seltsame Karten: Ein Atlas kartographischer Kuriositäten
(übersetzt von Matthias Müller), 125 Seiten, Halbleinen, Lesebändchen, Verlagsbuchhandlung Liebeskind 2012, ISBN 978-3-935890-98-4, ca. EUR 30,–

Seit der Schulzeit ist Frank Jacobs ein großer Kartenliebhaber. Allerdings wurde diese Liebe früh enttäuscht, da sein Schulatlas mit dem offiziellen Lehrplan abgestimmt war und somit der Fantasie wenig Raum ließ. Er sah sich nach etwas anderem um und stieß dabei auf Karten, die mehr erzählen, als sie eigentlich zeigen: literarische Karten, Propagandakarten, kartographische Irrtümer, Kartogramme …

Als Frank Jacobs viele Jahre später sein Blog „Strange Maps“ ins Leben rief, um seine mittlerweile umfangreiche Sammlung mit anderen Kartenliebhabern zu teilen, ging er von einigen wenigen Lesern aus. Doch schon nach einer Woche erzielte sein Blog mehrere Tausend Zugriffe, am Ende des Jahres waren es fast eine Million. Dieses Buch vereint die schönsten, skurrilsten und komischsten Karten, die Frank Jacobs bislang in seinem Blog gepostet hat. (Verlagsinformation)

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