Feel Good im Juli 2012 - Die Vorsätze und die guten Vorsätze

Die erste Hälfte des Jahres ist vorbei, und das ist ein guter Zeitpunkt, um mal zu schauen, was eigentlich aus den Neujahrsvorsätzen geworden ist.

 

Die Vorsätze und die guten Vorsätze

Von Karina Matejcek, www.kamaco.at

Vorsätze oder auch Ziele, die wir uns setzen, sind meist mit mehr oder weniger großen Veränderungen verbunden, die wir anstreben. Mehr von dem einen, weniger von dem anderen, die diesbezüglichen Klassiker kennen Sie ja.

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, darüber nachzudenken, was Sie sich für das neue Jahr vorgenommen hatten. Was davon haben Sie umgesetzt oder setzen Sie noch um? Ziehen Sie Bilanz: Was (hat) funktioniert, was nicht? Und warum (nicht)? Und dann schauen Sie sich an, was genau Sie im Erfolgsfall getan haben. Was genau hat dazu geführt, dass Sie Ihren Vorsatz umgesetzt, Ihr Ziel erreicht haben oder auf dem besten Wege sind, es zu erreichen?

Ich gehe jede Wette ein, dass im Erfolgsfall folgende drei Parameter zutreffen:

  • Das Ziel war/ist Ihnen selbst sehr wichtig und wurde Ihnen nicht von außen aufgedrückt.
  • Sie haben Ihr Ziel positiv formuliert, als Hin-zu-Ziel und nicht als Weg-von-Ziel.
  • Sie haben Ihr Verhalten so verändert, dass es Sie Ihrem Ziel näher bringt.


Und nun schauen Sie sich die Vorsätze und Ziele an, die Sie nicht erreicht haben oder nie erreichen werden. Stellen Sie sich aus den drei genannten Punkten abgeleitet folgende Fragen:
Ist es wirklich mein persönlicher Wunsch, dieses Ziel zu erreichen?
Ist dieses Ziel so formuliert, dass es mich zu etwas hin führt? (Einen Abnehmwunsch kann man beispielsweise so formulieren: Ich muss 10 Kilo abnehmen. Oder so: Ich werde bis 31. Dezember mein Wunschgewicht von XY erreicht haben. – Was wird besser funktionieren?)
Was habe ich an meinem Verhalten verändert, um mein Ziel zu erreichen? Was mache ich konkret? Welche Handlungen setze ich? Welche schlechten Gewohnheiten, die mich blockieren, habe ich gegen gute, die mich weiterbringen, getauscht?
Merken Sie den Unterschied?
Lassen Sie den Start in die zweite Jahreshälfte ruhig angehen. Mit ein paar neuen guten, wirklich guten Vorsätzen. Viel Erfolg!


Unser Buchtipp:
Bill Clinton: Es gibt viel zu tun. Warum wir kluge Politik für eine starke Wirtschaft brauchen. Gebunden mit Schutzumschlag, 240 Seiten, Plassen Verlag 2012, ISBN 978-3-864700170, EUR 24,90 (D), 25,60 (A), auch als Kindle-E-Book (Amazon) verfügbar. 

Die Finanzkrise hat die USA vor eine ganze Reihe neuer Herausforderungen gestellt: die Schaffung von Arbeitsplätzen, der stagnierenden Wirtschaft wieder auf die Beine zu helfen und eine Zukunftsstrategie für die USA zu finden. Bill Clinton zeigt in seinem neuen Buch, wo die Knackpunkte liegen, die Politik und Wirtschaft mit vereinten Kräften angehen sollten, um die US-Wirtschaft langfristig aus der Krise zu führen und die Vormachtstellung der USA als Wirtschaftsmacht zu verteidigen. Seine These, dass das Land sowohl einen starken privaten Sektor als auch eine starke Regierung braucht, belegt er anschaulich und mit klaren Fakten. Nur wenn beide Bereiche Hand in Hand arbeiten, können Wohlstand und Sicherheit dauerhaft erreicht werden. – Das neue Werk von Bill Clinton ist ein lesenswertes Buch, das die Chancen, die in der aktuellen Krise liegen, klar und deutlich und völlig frei von Polemik aufzeigt, gleichzeitig aber auch die Hindernisse bei der Umsetzung nicht leugnet. Der Buchtitel ist jedenfalls gut gewählt: Es gibt viel zu tun. Nicht nur in den USA.

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