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Was Mittelständlern im Weg steht

  • Gepostet vor 1 Jahr
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Die Marschrichtung für Mittelständler ist klar: Geschäftsabläufe sollen verbessert, wettbewerbsfähige Kundenservices angeboten werden. Bloß fehlen kleineren Betrieben oft die Mittel, über die große Firmen verfügen. Doch selbst Konzerne haben mal klein angefangen. Was also können mittelständische Unternehmen von großen lernen?

Ausufernde Bürokratie

Inhaber kleinerer Unternehmen haben mit der ständig wachsenden Mail- und Papierflut zu kämpfen. Studien zeigen, dass rund 30 Prozent der kleinen und mittelgroßen Betriebe in Europa mehr Zeit in die allgemeine Verwaltung stecken, als sie eigentlich möchten. Ebenso viele Unternehmen beklagen, dass ihnen die Zeit fehlt, neue Kunden und Aufträge an Land zu ziehen.

Herausforderungen für die IT

Führungskräfte großer Firmen sind nicht gefeit davor, von den Routinen des Tagesgeschäfts erdrückt zu werden. IT-Leitern von Konzernen wird häufig vorgeworfen, sie steckten zu viel Zeit in ihre Infrastruktur und nicht genug in Bereiche, in denen Mehrwerte erzielt werden könnten. Man spricht hier vom Paretoprinzip: 80 Prozent der Aufgaben lassen sich mit einem Mitteleinsatz von 20 Prozent erledigen. Diese 80-zu-20-Regel bietet einen Anhaltspunkt, wo Unternehmen den Hebel ansetzen könnten.

Pareto in die Praxis umsetzen

Vor diesem Hintergrund schlagen Branchenanalysten vor, IT-Ressourcen sinnvoller zu nutzen. Statt für die Administration sollen Mittel dafür verwendet werden, Neugeschäft zu generieren.

Die Hälfte aller mittelständischen Firmenchefs räumt ein, dass Bürokratie ein Problem darstellt. Daher fällt es schwer, den Fokus – statt auf betriebliche Abläufe – auf die Geschäftsentwicklung zu legen.

Mobilität zählt

Statt bei der Rückkehr ins Büro den angewachsenen Mail- und Papierberg abzutragen, können Mittelständler von unterwegs aus Cloudcomputing nutzen, um mit Mitarbeitern Informationen auszutauschen. Dieser digitale Wandel sollte auch am Firmensitz selber stattfinden. Indem man elektronische Versionen von Unterlagen erstellt, lässt sich die Bearbeitung von Geschäftsinformationen umfassend steuern.

Administrative Nadelöhre können überwunden werden, indem man die Geschäftsprozesse großer Firmen adaptiert, neue Technologien übernimmt und sich dem digitalen Wandel stellt. Dadurch werden langwierige Verwaltungsaufgaben drastisch verkürzt. Die so gewonnene Zeit kann produktiv genutzt werden – für Tätigkeiten, mit denen sich Geld verdienen lässt.