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Wer in der digitalen Welt zuhause ist, verändert die Arbeitswelt

  • Gepostet vor 2 Jahren
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Zunächst gab es die "Digital Immigrants" (die digitalen Einwanderer). Dann kamen die "Digital Natives" (die digitalen Eingeborenen).  Aufgrund des Booms der Digitaltechnik ist eine Generation von Menschen herangewachsen, die viel höhere Erwartungen hat als je zuvor. Sie fordern eine durchgängige Anwendererfahrung über alle verschiedenen Digitalgeräte hinweg, die sie besitzen. Heute ist das Zeitalter der "Digital Dependents" (der digitalen Abhängigen).


Clevere Unternehmen heben den Schatz, den diese neue Generation, die Technik lebt und atmet, ihnen bietet. Das damit verbundene Verständnis der digitalen Werkzeuge und Techniken wird als Hilfe verstanden und nicht als Hindernis. Es ist sogar schon zu einem grundlegenden Wandel gekommen, wie IT-Entscheidungen getroffen werden.


Traditionell lag dies in der Verantwortung des CIO (Chief Information Officer – IT-Vorstand) und der IT-Leiter. Die Ergebnisse wurden dann von IT-Managern zum Rest des Unternehmens kommuniziert. Doch nun hat durch die Mitarbeiter eine Veränderung von unten nach oben eingesetzt.


Die Mitarbeiter entwickeln immer mehr Eigeninitiative und stellen Forderungen, wenn es um die Technik an ihrem Arbeitsplatz geht. Das ist auch verständlich, denn sie müssen jeden Tag damit arbeiten und die richtigen Tools zur Bewältigung der wachsenden Informationsflut einsetzen.


Eines jedoch ist alarmierend: 25 Prozent der Unternehmen müssen feststellen, dass ihre Mitarbeiter "inoffiziell" Cloud-Computing betreiben und nichtautorisierte Informationswege nutzen, um diese Herausforderung zu bewältigen. Das Problem liegt darin, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern nicht immer die richtigen Lösungen zur Verfügung stellen. Das hat zur Folge, dass sich die Mitarbeiter ihre eigenen suchen.


Hier entsteht ein gefährlicher Trend für IT-Leiter, die die Kontrolle über die eingesetzte Technik, die Infrastruktur und die Daten in einem Unternehmen gewährleisten müssen. Es wird immer schwieriger, das Mitarbeiterverhalten zu lenken und für Daten- und Unternehmenssicherheit zu sorgen. Die IT-Entscheidungsträger können Systeme kreieren, durch die die Verantwortlichkeiten beider Seiten klargestellt werden. Das kann einfach eine Schulung und ein Leitfaden zu den Risiken sein oder die Erstellung einer Richtlinie zum Thema BYOD.


Die Frage nach nicht genehmigter Technik kann durch den Arbeitgeber auch zu Beginn des Beschaffungsprozesses aufgeworfen werden. Anstatt die Wünsche der Mitarbeiter zu ignorieren, sollten IT-Leiter offen darüber sprechen, damit sie die Bedürfnisse kennen und geeignete Lösungen finden. Ein Scheitern dieses Dialogs kann sich sogar aufs Unternehmensergebnis auswirken, wenn die Frustration zu hoch ist.


Arbeitgeber und Entscheidungsträger müssen sich diesen Herausforderungen stellen. Unternehmen, die auf eine klare IT-Strategie setzen, um das Engagement der Mitarbeiter in puncto Datensicherheit zu nutzen, werden sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Das Resultat werden motiviertere und noch flexiblere und produktivere Beschäftigte sein.