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Die Lehre im Informationszeitalter

  • Gepostet vor 3 Jahren
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Die Wissensvermittlung wird bald nicht mehr wiederzuerkennen sein. Das Lernen wird personalisierter, kooperativer und effizienter als je zuvor. Informationstechnik und der rasante Fluss an Informationen, den diese ermöglicht, bedingen ein neues Lernmodell. An die Stelle des Frontalunterrichts im Klassenzimmer oder Seminarraum tritt ein flexibleres und individuelleres Lernen.

In der Praxis bedeutet dies: Den Lernenden steht ein viel breiteres Spektrum an Möglichkeiten zur Verfügung. Man muss nicht mehr auf die Rückgabe eines Buches warten, wenn die elektronische Bibliothek stets gefüllt ist. Dank Internetanschluss und Webcam können nun selbst Studenten und Projektteams aus unterschiedlichen Städten oder gar Kontinenten zusammenarbeiten. Über mobile Anwendungen wie WhatsApp ist ein gemeinsames Studieren möglich. Doch Flexibilität ist nicht der einzige Vorteil, der mit dem digitalen Bildungsmodell verbunden ist.

Verbesserung der Qualität

Dank der Technik haben Lehrende und Lernende nahtlosen Zugriff auf Inhalte. Dadurch verändern sich auch die Erwartungen der Beteiligten. Einrichtungen, die für den Wandel und die neue Technik bereit sind, werden ein höheres Serviceniveau anbieten können. Durch cloudbasierte Technologien und den Zugang zu Daten in Echtzeit haben Dozenten ihre Studenten und deren Fortschritte jederzeit im Blick. Statt sich auf Prüfungsnoten verlassen zu müssen, die nur ein grobes Leistungsbild vermitteln, kann die Lehrkraft die Arbeit ihrer Schützlinge stetig mitverfolgen und dadurch erkennen, wo deren Stärken und Schwächen sind und welche Arbeitsweise ihnen am besten liegt. Dies eröffnet die Möglichkeit, für jeden Studenten einen individuellen, an seine Bedürfnisse angepassten Lehrplan zu erstellen.

Optimierung von Prozessen

Den Verwaltungsbereich des Bildungswesens zu rationalisieren, klingt unspektakulär. Doch lassen sich auf diesem Weg beträchtliche Summen einsparen. Speicher- und Archiviersysteme, Arbeitsabläufe, Formularerstellung, Compliance und Kommunikation mit Schülern/Studenten und Eltern – all das kann durch moderne Technik einfacher erfolgen. Zwar ist dies kurzfristig mit Ausgaben verbunden, doch langfristig und dauerhaft profitieren Bildungseinrichtungen von Geschäftsanwendungen, die Verwaltungsprozesse optimieren.

Mobilität für Studierende

Die zunehmende Verbreitung mobiler Lösungen, Daten-Streaming und die Nachfrage nach einer permanenten Internetverbindung bringt Bildungseinrichtungen dazu, ihre IT-Infrastruktur zu modernisieren und aktualisieren. Bei Geschäftsprozessen muss dies bis auf die Ebene der Studentenverwaltung erfolgen – von der Immatrikulation bis zum Studienabschluss.

In puncto Service bedeutet das nicht nur, dass Informationen über Studierende sicher und effizient verwaltet werden, sondern dass diese auch einfacher als bisher Studiengänge und Kurse wechseln oder sich für bestimmte Programme anmelden können. Dank cloudbasierten Technologien ist für das Lernen die Anwesenheit vor Ort nicht länger notwendig. Der Austausch zwischen Lehrenden und Lernenden kann über Kanäle wie Social Media erfolgen. Laut einer aktuellen IDC-Umfrage setzt ein Drittel der universitären Lehrkräfte in Westeuropa bereits soziale Medien ein, die den Unterrichtsprozess begleiten. Die vielfach kostenfreien Onlinekurse sind ein erstklassiges Lernwerkzeug für eingeschriebene Studenten.

Da das bedarfsgerechte Lernen im Team zunehmend Einzug im Bildungswesen hält, müssen Schulen und Hochschulen Wege finden, wie sie das flexible, schnelle Arbeiten mit Informationen ermöglichen können.

Die Technik spielt eine entscheidende Rolle in der Zukunft der Bildung. Wer Studierende aus dem Ausland sowie Förderer und Drittmittelgeber anziehen und Absolventen dauerhaft binden möchte, braucht eine hochfunktionale Informationsverwaltung – erst recht im Zeitalter der Technologie. In vielen akademischen und studentischen Bereichen lässt sich die Effizienz deutlich steigern, sowohl durch straffere Verwaltungsabläufe als auch durch eine angenehmere Lernumgebung. Bessere Bildung, weniger Bürokratie, zufriedenere Studenten.