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Wie könnte ein "Mobile First"-Ansatz aussehen?

  • Gepostet vor 1 Jahr
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Mittlerweile nimmt die Mehrheit der Konsumenten eine Marke per Mobilgerät wahr, und Sie als IT-Leiter können es sich nicht leisten, diese Tatsache zu ignorieren. Dazu einige interessante Statistiken: weltweit gibt es fünfmal so viele Smartphones wie PCs, und allein in den USA läuft 55 % der Internetnutzung über mobile Endgeräte, gegenüber 45 % per PCs. Noch überzeugender ist die Tatsache, dass 70 % der mobilen Suchanfragen innerhalb von 1 Stunde zu Handlungen auf Webseiten führen (Quelle: Searchfest 2015).

In Luke Wroblewskis Buch "Mobile First" argumentiert er, dass man zuerst an den mobilen Nutzer denken soll. Dadurch partizipiert man nicht nur am heutigen Mobilgeschäft, sondern man ist auch vorbereitet auf die Wachstumsexplosion, die für die Zukunft vorhergesagt wird.

Drei Gründe, warum Sie "Mobile First" denken sollten:

1. Diese Philosophie eröffnet Ihnen den derzeitigen Wachstumsmarkt und bereitet Sie für die Zukunft vor

Wroblewski macht in seinem Buch einen sehr interessanten Vergleich: Er weist darauf hin, dass jeden Tag 1,45 Millionen Smartphones aktiviert werden, während nur ca. 317.000 Menschen geboren werden. Das Wachstum bei Smartphones übersteigt die Bevölkerungszunahme also bei weitem. Er nennt das Beispiel des beliebten Internetservices Yelp. Derzeit nutzen nur 7 % der Mitglieder diesen Dienst per mobilem Endgerät. Allerdings – und das ist erstaunlich – sind diese 7 % für 35 % der gesamten Suchanfragen in allen Produkten des Dienstes verantwortlich. Auch wenn Sie nicht vom unmittelbaren Nutzen für Ihr Unternehmen überzeugt sind, so macht das "Mobile First"-Denken Ihr Unternehmen höchst effektiv tauglich für die Zukunft.

2. Diese Philosophie zwingt Sie, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist.

Wroblewski zählt mehrere Einschränkungen bei den Mobilgeräten auf, darunter die Displaygröße und die Leistung, die sich direkt auf die Nutzererfahrung auswirken. Die kleineren Bildschirmgrößen der Smartphones zwingt die Grafiker dazu, in ihrem Design auf alles zu verzichten, was irrelevante und nicht hilfreich ist. Unternehmen möchten immer jedes verfügbare Pixel verwenden und landen dadurch bei völlig überladenen Seiten, die sich schlecht handhaben und nutzen lassen.

Aber bei der Entwicklung für mobile Geräte wird das Design- und Entwicklungsteam durch die geringe Bildschirmgröße dazu gezwungen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Wroblewski weist zu Recht darauf hin, dass Sie Ihr Unternehmen nur dann erfolgreich führen können, wenn Sie den Kunden genau verstehen. Wenn Sie das Design für ein mobiles Gerät erstellen, werden Sie automatisch zur Klarheit und Konzentration in Ihrer unternehmerischen Vision gezwungen.

3. Wenn Sie den "Mobile First"-Gedanken leben, erschließen sich neue Möglichkeiten

Die Menschen verwenden ihre mobilen Geräte überall. Daraus entstehen ständig neue Möglichkeiten für einen noch besseren Kundenservice. Ein gutes Beispiel dafür ist die Standortbestimmung. Ein mobiles Gerät kann die Position eines Benutzers viel genauer lokalisieren als ein Desktop Computer und daher die relevanten Informationen zur Lage oder Umgebung bereitstellen.

Einfach ausgedrückt, wenn Sie die "Mobile First"-Philosophie ignorieren, laufen Sie Gefahr, abgehängt zu werden...