A portrait of a blonde woman outdoors, holding a soft blue checked fleece scarf close to her, taken with a Canon EF 85mm f/1.4L IS USM lens.

PORTRÄTS

Das richtige Porträtobjektiv macht den Unterschied

Die meisten EOS Kameras werden mit einem Standard-Objektiv geliefert, das sich für eine Vielzahl von Aufgaben der Fotografie eignet. Es gibt jedoch eine Reihe von Spezialobjektiven für bestimmte Aufgaben, wie zum Beispiel die Porträtfotografie. Damit erzielst du bei deinen Bildern einen großen Unterschied. Porträtobjektive unterscheiden sich hauptsächlich hinsichtlich der Brennweite und ihrer Lichtstärke.

Die richtige Brennweite wählen

Die Brennweite wird in mm angegeben und entspricht – stellt man sich ein Objektiv mit nur einer Linse vor, ähnlich wie bei einer Lupe – dem Abstand der Linse zum Kamerasensor, auf dem das Motiv scharf abgebildet wird. Zoomobjektive haben eine variable Brennweite, die über die Objektivbezeichnung vom Minimum bis zum Maximum (z.B. 18-55mm) angegeben wird. Porträtobjektive haben in der Regel eine Brennweite 85mm und mehr.

Für diese klassische Kopf-Schulter-Komposition wurde das spezielle Porträtobjektiv EF 85mm f/1.8 USM verwendet. Es bietet eine längere Brennweite, die dem Bild einen natürlichen Look gibt und das Motiv vom Hintergrund absetzt.

Würde man vergleichsweise eine kürzere Brennweite wie 24mm verwenden, würde das Gesicht der Modells verzerrt, weil es die Proportionen scheinbar verändert. Zudem wird bei kürzeren Brennweiten der Hintergrund deutlicher sichtbar.

Eine offene Blende hilft

Ein weiterer Schlüsselfaktor bei der Auswahl eines Objektivs, das sich für die Aufnahme von Porträts eignet, ist seine Lichtstärke. Die Blende bezieht sich auf die Größe der Objektivöffnung, die das Licht auf den Kamerasensor lenkt.

Jede Objektivbezeichnung beinhaltet eine Angabe dazu, die als Wert wie f/2.8 oder f/5.6 ausgedrückt wird. Einige Zoomobjektive haben je nach gewählter Brennweite einen entsprechenden Blendenwert – etwa einen Blendenbereich wie f/3.5-5.6. Je kleiner die Zahl ist, desto größer ist die maximale Öffnung – die Lichtstärke des Objektivs – und der damit verbundene Vorteil bei der Aufnahme von Porträts.

Eine offene Blende lässt mehr Licht durch das Objektiv in die Kamera, deshalb eignen sich lichtstarke Objektive für Porträts bei wenig Licht, speziell bei Innenaufnahmen. Ein zweiter Vorteil ist, dass das Fotografieren mit einer maximal geöffneten Blende (häufig als „ganz geöffnet“ bezeichnet) mehr Hintergrundunschärfe erzeugt. Dies wird meist von Porträtfotografen bevorzugt, weil sich das Modell vom Hintergrund besser abhebt.

Schauen wir uns einmal ein paar Beispiele für Porträtaufnahmen mit unterschiedlichen Blendenöffnungen an. Dazu haben wir eine Canon EOS M5 mit einem Canon EF-M 32mm f/1.4 STM Objektiv verwendet.

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Diese drei Bilder wurden alle mit derselben Brennweite aufgenommen, jedoch mit verschiedenen Blendenöffnungen: Von einer kleinen Öffnung (mit hoher f-Zahl) in der ersten Aufnahme bis zu einer weit geöffneten (mit niedriger f-Zahl) in der dritten Aufnahme. Wenn man bei Porträts störende Bildelemente im Hintergrund ausblenden möchte, ist ein lichtstarkes Objektiv sehr hilfreich. Beim dritten Bild wird das Auge des Betrachters nicht vom Hintergrund abgelenkt und auf das Gesicht des Modells im Vordergrund gelenkt – ein perfektes Porträt.

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