Freiwilliger Klimaschutz

Wenn Sie sich entscheiden, in Zukunft verantwortungsvoll und klimaneutral zu drucken, verpflichten Sie sich, damit an freiwilligen Klimaschutzprojekten zu beteiligen.
Canon Austria folgt bei der Auswahl dieser Projekte dem – unter Beteiligung des WWF und anderer führender Umweltschutzverbände entwickelten – Gold Standard. Bei diesen Klimaschutzprojekten handelt es sich ausschließlich um freiwillige Klimaschutzprojekte, die nicht im verpflichtenden Emissionszertifikate-Handel anrechenbar sind.
Dabei werden besonders strenge Anforderungen bezüglich Zusätzlichkeit, Nutzung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz, nachhaltiger Entwicklung und Einbeziehung der lokalen Bevölkerung gestellt.

Nähere Erklärungen dazu finden Sie in unseren FAQ.

Aktuell stehen drei Klimaschutzprojekte zur Auswahl: Sie bestimmen, mit welchem Projekt die Klimaneutralität Ihrer Druckerflotte gewährleistet werden soll.

Biomasse - Ceará, Brasilien

Traditionell wird in Brasilien zur Befeuerung der Keramikbrennöfen Feuerholz eingesetzt, was zu einer massiven Abholzung der überwiegend aus Mangroven bestehenden Wälder führt. Die Grupo Tavares, ein Traditionsunternehmen aus dem Nordosten Brasiliens, das über fünf Produktionsstätten verfügt und vor allem Dachziegel und Backsteine für den regionalen Markt herstellt, hat seine Befeuerung auf die Nutzung von erneuerbarer und nachhaltig bewirtschafteter Biomasse umgestellt. Dabei kommen nun Cashew- und Kokosnussschalen zum Einsatz, sowie Holzabfälle, die aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen müssen. Die Projektaktivität hat in 2010 begonnen und ist mit dem Gold Standard ausgezeichnet.
 
Neben der Nutzung nachhaltig produzierter Biomasse hinaus führt die Grupo Tavares auch umfangreiche Maßnahmen zur Energieeffizienz und Prozessoptimierung durch, zum Beispiel durch eine genauere Einstellung der Energiezufuhr und die verbesserte Auslastung der Brennöfen.
 
Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes:
» Schutz und Erhaltung der Biodiversität, insbesondere der bestehenden Mangrovenwälder;
» Aufforstung von 3.000 Bäumen;
» Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen für die lokale Bevölkerung;
» Vereinfachung von körperlich schweren Arbeitsprozessen durch den Einsatz moderner Maschinen;
» Regelmäßige Schulung und Bildungsangebote für Mitarbeiter, insbesondere auch im Bereich Sicherheit und Gesundheit.
 
Verifizierung: TÜV Rheinland
Zertifikats-Typ: Gold Standard VER, Nr. 1042
Gesamtvolumen: ca. 390.000 Tonnen CO2-Äquivalente

Infofolder: Biomasse - Ceará, Brasilien [PDF, 306 KB]


Deponiegas - Suzhou, China

Die Deponiegas-Anlage nutzt anfallendes Deponiegas, das durch den Verfall von organischem Material entsteht, um Strom zu erzeugen. Projektentwickler ist die „Ever-bright Environment and Energy Suzhou Landfill Gas to Energy Co., Ltd“. Die Deponiegas-Anlage fängt die entweichenden Gase (Methan) der Mülldeponie auf und verbrennt diese in einem Blockheizkraftwerk. Dadurch wird Strom generiert, der dann in das lokale Stromnetz eingespeist wird, um so den stark steigenden Energiebedarf Chinas zu versorgen. Die Anlage trägt dadurch zur Sicherung der Stromversorgung der lokalen Bevölkerung bei. Die Verwendung von Abfallprodukten stellt hierbei eine sinnvolle Alternative zur Verbrennung von Kohle dar, die bislang einen Anteil von mehr als 80% bei der nationalen Energieerzeugung hat.
Nach überprüften Angaben des Anlagenbauers werden bei der Anlage durchschnittlich 23.314 MWh Strom pro Jahr produziert. Dies ist gleichzusetzen mit einer jährlichen CO2-Reduktion in Höhe von 114.383 Tonnen CO2. Das Projekt erfüllt die Kriterien des Gold Standards.
 
Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes:
» Ressourcenschonung durch Nutzung des Abfallprodukts Deponiegas (CH4) zur Generierung von Strom;
» Verringerung der negativen Auswirkungen auf Luft, Boden und Wasser;
» Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort;
» Förderung umweltorientierter Abfallwirtschaftssysteme, Technologie- und Wissenstransfers in die Region;
» Schaffung von 54 Arbeitsplätzen in Zeitraum der Errichtung;
» Schaffung von 20 Arbeitsplätzen im Zeitraum der Projektbetreibung.
 
Validierung: TÜV Nord CERT GmbH
Zertifikats-Typ: Gold Standard VER, Nr. 397
Gesamtvolumen: 800.681 t CO2-Äquivalente

Infofolder: Deponiegas - Suzhou, China [PDF, 269 KB]


Windenergie – Bandirma, Türkei

Das Projekt besteht aus fünf Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 15 MW. Projektbetreiber ist die Akenerji Elektrik Uretimi A.S; einem türkischen Unternehmen für Wasser- und Windkraftprojekte. Seit September 2009 produzieren die 80 Meter hohen Windräder der Firma Vestas jedes Jahr Strom aus einer erneuerbaren Energiequelle und tragen dazu bei, das bestehende Potential von Windenergie in der Türkei zu erschließen. Ein Großteil des türkischen Strom wird aktuell durch die Verbrennung fossiler Ressourcen erzeugt. Bei einer erwarteten Strommenge von etwas mehr als 51 GWh jährlich führt das Projekt zu CO2-Einsparungen von 30.997 Tonnen pro Jahr.
 
Durch das Projekt findet keine Beeinträchtigung der Umwelt statt, die direkte Projektumgebung wird als Weideland genutzt. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung des türkischen Ministeriums für Umwelt und Forstwirtschaft wurde im Vorfeld des Projekts durchgeführt, es findet eine regelmäßige Überprüfung des Projekts nach den Regeln des Gold Standards statt.
 
Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes
» Verbesserung der lokalen Luftqualität durch die Vermeidung von Schadstoffen (SOx, NO2), die bei der Stromgewinnung aus fossilen Energieträgern entstehen
» Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region
» Entwicklung des Windenergiesektors in der Türkei
» Technologie und Know-how Transfer
 
Verifizierung: Bureau Veritas Certification Holding SAS
Zertifikats-Typ: Gold Standard VER, Nr. 634
Gesamtvolumen: 216.981 Tonnen CO2-Äquivalente

Infofolder: Windenergie - Bandirma, Türkei [PDF, 142 KB]
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