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Rosie Hardys 15 Tipps für Social-Media-Erfolg

Rosie Hardy verfügt über eine große und wachsende Anzahl von Followern auf mehreren Social-Media-Plattformen und hat innovative Möglichkeiten entdeckt, um mit ihren surrealen Selbstporträts eine steile Karriere zu machen. „The Dancer“ entstand im Rahmen einer 365-tägigen Fotochallenge auf Flickr mit einer Canon EOS 5D Mark II und einem Canon EF 35mm f/2 IS USM Objektiv. © Rosie Hardy

Die in Derbyshire (England) ansässige Canon Botschafterin Rosie Hardy hat alle Hände voll zu tun – online, wo ihre Bilder Tausende von Social-Media-Followern ansprechen, sowie vor Ort. Doch nicht nur ihr Hochzeits- und Portraitfotografie-Geschäft boomt. Sie hat auch Bildmaterial für zahlreiche globale Marken erstellt, wie Penguin Books und Universal Music Group. Ihre Arbeiten wurden bereits in der Zeitschrift Elle, The Telegraph und The Sun veröffentlicht. Zudem leitet sie Workshops, schreibt Tutorials und hat ihre eigene Fotobearbeitungs-DVD veröffentlicht.

Wenn Hardy nicht tief in ihre Arbeit versunken ist, trifft sie sich gerne mit verschiedenen prominenten Freunden wie Spice Girl Geri Horner (geb. Halliwell) und TV-Moderator Matt Johnson. Die 27-Jährige streitet nicht ab, dass die Wurzel ihres Erfolgs die umfangreichen Sammlungen von Bildern in ihren Social-Media-Konten sind, in denen sie im Mittelpunkt steht. Diese Arbeiten sind eine Weiterentwicklung des Selfies und möchten die Betrachter in märchenhafte Welten voller kindlicher Fantasie entführen. Hardys ätherische Bilder erwecken derzeit die Aufmerksamkeit von 150.000 Followern auf Instagram. Da sie es sich zum Ziel gesetzt hat, ihren Beitrag zur Community zu leisten, offenbart die Selbstportrait-Künstlerin ihre Geheimnisse für den Erfolg in sozialen Medien.

Rosie Hardy leans back precariously at the edge of a hilltop, with a winding river in the background.
Fantasie auf die Spitze getrieben: Hardy erarbeitete sich zunächst auf Websites wie DeviantArt das Selbstvertrauen, ihre Fotos zu veröffentlichen, bevor sie sie auch auf Facebook und Instagram zeigte. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark II mit einem Canon EF 35mm f/2 IS USM Objektiv. © Rosie Hardy
Wearing a blue top, white skirt, and a black wig, Rosie stands in front of a misty daytime lake scene, painting a starlit night sky over the top.
Hardy veröffentlichte „The Painter“ in ihren Social-Media-Konten, begleitet von einer optimistischen Botschaft über die „Schaffung einer eigenen Welt“. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark II mit einem Canon EF 35mm f/2 IS USM Objektiv. © Rosie Hardy

1. Interaktion mit anderen

„Je mehr Ihr interagiert, desto mehr zufällige Türen öffnen sich. Maroon 5 fanden meine Bilder, als ich 19 war, und baten mich, ein Selbstporträt als Cover für Ihr Album „Hands All Over“ zu fotografieren. Ich betrachte dies als Beginn meiner beruflichen Laufbahn, obwohl die Jahre zwischen damals und heute natürlich eine Menge harter Arbeit erforderten.

In meinem letzten Jahr an der Mittelschule war ich fasziniert von Kunstwebsites wie DeviantArt und Flickr. MySpace boomte, und ich fühlte eine echte Verbindung zu der Kunst, die ich dort fand. Ich begann, „kreative“ Profilbilder aufzunehmen. Je tiefer ich in das Internet eindrang, desto mehr fühlte ich mich akzeptiert und umgeben von Personen, die ähnlich denken wie ich.

Dann wollte ich von meinen Kollegen ernster genommen werden. Also trat ich Flickr bei und nahm an einem 365-Tage-Projekt teil [bei dem an jedem Tag des Jahres ein Bild geteilt werden sollte], das damals eine große Sache war. Ich war einer von Tausenden Teilnehmern weltweit. Zu jedem Bild schrieb ich einen kleinen Absatz über meinen Tag, und da niemand an meiner Schule von meinem Profil wusste, war ich in Bezug auf meine Gefühle ganz offen und ehrlich. Diese Art von visuellem Blogging war sehr neu, und die Menschen interessierten sich dafür. Es ging mir gar nicht darum, eine Marke ins Leben zu rufen, doch ehe ich mich versah, wurden meine 365-Bilder hunderttausende Male aufgerufen und hundertfach kommentiert. Ich habe versucht, die Personen online als meine Freunde zu betrachten. Ich leistete meinen Beitrag zur Community und sprach mit unzähligen Menschen.“

2. Trends folgen

„Es ist wichtig, den Trends auf den angesagten Plattformen zu folgen. 2012 wechselte ich von DeviantArt zu Facebook, um mit meinen Fotoarbeiten mehr Menschen zu erreichen. Es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass das Publikum Dir folgt. Aus diesem Grund müssen Deine Arbeit und Persönlichkeit für sich selbst sprechen.“

Rosie appears to be asleep on a cluster of logs that are stacked with their cut sides facing upwards.
„A Place to Rest Your Head“ war Teil der 365-Tage-Original-Challenge von Flickr, bei der die Canon Botschafterin ein Jahr lang jeden Tag ein Selbstporträt aufnahm. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark II mit einem Canon EF 35mm f/2 IS USM Objektiv. © Rosie Hardy

3. Alles aus Liebe zur Fotografie

„Ich war schon immer offen und ehrlich zu den Menschen, denen meine Arbeit gefällt und die mir folgen. Ich interagiere mit so vielen Menschen wie möglich. Das Wichtigste ist jedoch, diese Dinge zu tun, weil man es wirklich möchte. Ich habe nie versucht, virale Bilder zu schaffen oder beliebter zu werden. Ich hatte schon immer Interesse an den Lebenserfahrungen anderer Menschen, weswegen mit Networking leicht fällt. Wenn Du nur darauf aus bist, eine riesige Menge Follower um Dich zu scharen und jeden Tag Applaus zu ernten, wirkt das selbstverliebt und oberflächlich. Früher oder später wird es Deinen Followern auffallen. Wenn Dein Ziel hingegen lautet, echte Kunst und echte Verbindungen zu schaffen, vollzieht sich der Aufbau der Follower ganz von selbst, da es letztendlich egal ist, wie Ihre Social-Media-Statistik aussieht.“

4. Eigenen Stil kultivieren

„Ich würde meinen Stil so beschreiben: als beträte man Narnia oder das Wunderland. Nutze die Dinge, die Dich inspirieren, um einen Stil zu schaffen, der Dich als Person und Fotograf widerspiegelt. Als Kind liebte ich Bücher – ich war wie verzaubert von ihnen. Mir gefällt die Vorstellung, dass Fantasie kein Alter kennt, dass man in einer Welt, in der der Kunst keine Grenzen gesetzt sind, immer jung, frei und lebendig bleibt. Mein Stil ist die Realität, mit einem Hauch Magie. Schön anzusehen, und beim näheren Hinschauen spannend und betörend!“

5. Optimale Nutzung der Display-Fläche

„Bei der Erstellung eines Bildes, das auf Instagram veröffentlicht werden soll, sollten Sie berücksichtigen, dass die meisten Leute die Bilder auf ihrem Smartphone ansehen. Ich versuche daher immer, die zur Verfügung stehende Display-Fläche optimal zu nutzen, indem ich Aufnahmen im Hochformat statt im Querformat mache.“

A woman feeds a giraffe while both stand on a formation of rocks as the sun sets behind them.
„A New Friend“ wurde mit einer Canon EOS 5D Mark II mit einem Canon EF 35mm f/2 IS USM Objektiv aufgenommen. Da Hardy ein natürliches Interesse an den Erfahrungen anderer Menschen mitbringt, fällt ihr Networking sehr leicht. © Rosie Hardy
Rosie is seen crying, while ghost-like hands appear to comfort her.
Hardy hat keine Angst, ihre Gefühle und Träume zu zeigen. Die Arbeit der Fotografin wurde stark von den Büchern beeinflusst, die sie als Kind gelesen hat. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark II mit einem Canon EF 35mm f/2 IS USM Objektiv. © Rosie Hardy

6. Verwendung von Requisiten

„Mein Gästezimmer ist bis an die Decke mit Requisiten vollgestopft! Ich habe Prinzessinnenkleider, 1,80 m große Flügel, eine lebensgroße Rüstung und jede Menge sonstigen interessanten Kram. Ich liebe es, eine ausschweifende Garderobe zu haben. So kann ich mein Outfit auf das Shooting abstimmen und dann die Requisiten nutzen oder später digital einfügen, um den Grundgedanken des Bildes zu unterstreichen. Seltsame und interessante Requisiten findet man fast überall, ob online oder auf dem Flohmarkt. Requisiten können dabei helfen, eine neue Dimension zu schaffen.“

7. Berücksichtigung von Licht und Raum

„Ich liebe natürliches Licht und Naturräume, was wahrscheinlich in meinen Bildern deutlich wird. Ich bin auf einer Farm mitten im Peak District Englands aufgewachsen. Als ich als Teenagerin mit meiner Familie in die Stadt Buxton zog, bestand ich weiterhin darauf, jeden Tag zu Fuß zur Schule zu gehen – bei Sonne oder Regen. Heute lebe ich immer noch im Peak District und liebe die Freude, die mir die schöne Landschaft bereitet. Deshalb nutze ich natürliches Licht. Es schmeichelt und vereinfacht die Arbeit in den meisten Fällen.“

Lying in a field of tall grass, with a pillow under her head, Rosie holds both hands to her head in contemplation.
„The Place Between Sleep and Dreaming“, aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark II mit einem Canon EF 35mm f/2 IS USM Objektiv. © Rosie Hardy

8. Einfache Bearbeitung

„Ich habe Einstellungen vorkonfiguriert, um die Farben und Töne meiner Bilder schnell und konsistent zu bearbeiten. Dies ist eine einfache Methode, um einen eigenen Look und Stil zu beherrschen. Ich persönlich kreiere gerne Bilder mit komplementären Tönen und Farben, und Sie werden sehen, dass alle meine Bilder einen allgemeinen Farbton aufweisen.“

9. „Likes“ sind nicht alles

„Die Anzahl der „Gefällt mir“-Angaben in sozialen Medien zu beobachten, kann helfen, sich als Fotograf verbessern. Sie vermitteln eine gute Vorstellung von den Themen und Ideen, die funktionieren und beliebt sind. Wer jedoch das Ziel verfolgt, Kunst zu erschaffen, sollte sich nicht zu stark davon beeinflussen lassen. Kunst ist subjektiv und nur für die Person wichtig, die sie hervorbringt. Das Wichtigste ist, dass einem die Arbeit selbst gefällt. Einige meiner Fotos mit den meisten „Gefällt mir“-Angaben gefallen mir selbst gar nicht so gut. Wenn die Arbeit zum persönlichen Wohlbefinden beiträgt, weil man etwas, was man im Kopf hat, auf eine Seite oder einen Bildschirm bringt, dann ist das ein Erfolg.“

The back of a woman with long hair is seen reading a giant book, in the setting of a wood.
Bei Hardys eher traumhaften Fotografien kommen einige Requisiten zum Einsatz, doch alle Hilfsmittel stammen aus einer enormen Sammlung, die sie im Laufe der Jahre aufgebaut hat und die unter anderem auch eine Rüstung umfasst. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark II mit einem Canon EF 35mm f/2 IS USM Objektiv. © Rosie Hardy
Pressed up against colourful hydrangeas, Rosie wears a gown with similar colours to the flowers around her.
Hardy optimiert die Farben und Töne ihrer Fotos, um ihren unverwechselbaren Stil und Look zu erreichen. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark II mit einem Canon EF 35mm f/2 IS USM Objektiv. © Rosie Hardy

10. Hater ignorieren

„Die besten Kommentare, die ich erhalte, stammen von Menschen, die von meinen Arbeiten so bewegt sind, dass sie ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit mir teilen oder mir sagen, dass meine Arbeiten ihnen geholfen oder sie getröstet haben. Die schlimmsten Kommentare stammen von Internettrollen. Früher habe ich deutlich mehr negatives Feedback bekommen. Meine ersten Bilder waren einfallsreich, aber technisch sehr schlecht. Ich glaube, dass viele Fotografen, die sich stark um hochwertige Arbeiten bemühen, verärgert waren, dass jemand wie ich plötzlich immer beliebter wurde. Ich verstehe dieses Gefühl, aber ich glaube auch, dass wir alle uns weiterentwickeln müssen. Es gibt keinen Grund, auf jemandem rumzutrampeln, der einfach nur etwas machen will, das er liebt. Wenn ich heute negatives Feedback erhalte, halte ich mich einfach nicht zu lange damit auf.“

11. Mit der eigenen Arbeit anderen helfen

„Der Schlüssel zu Social Media liegt in der Verbindung – dem Gefühl, nicht allein auf der Welt zu sein. Ich schreibe meinen gesamten Erfolg meiner Offenheit, Verletzlichkeit und der Suche nach Verbindungen zu anderen zu. Darauf kommt es an, nicht so sehr auf den Erfolg. Lassen Sie sich inspirieren, und geben Sie diese Inspiration an andere weiter. Nutzen Sie Kunst, um andere zu ermutigen, statt sie zu demoralisieren.“

12. Sei Du selbst

„Damit Bilder Beachtung erhalten, muss man seinen Geschmack ständig verfeinern. Man muss die Arbeit, die man liebt, regelmäßig hinterfragen, und seinen Stil solange testen, bis man „sich selbst“ findet – eine Mischung aus allem, was man jemals geliebt hat oder womit man sich verbunden gefühlt hat. Ich liebe Gemälde, Illustrationen und Literatur genauso sehr wie Fotografie, und obwohl ich nur meine Fotografie öffentlich zeige, wurden mein Geist und mein Arbeitsstil stark von all diesen anderen Dingen geprägt, die ich liebe.“

Shown from shoulder up, with eyes closed and hair flowing, Rosie sits among tall grass.
Seit acht Jahren macht Hardy Selbstporträts. Dennoch gelingt es ihr immer wieder, in ihren Fotos neue Situationen und Stimmungen zu entdecken. Ein Grund dafür ist, dass sie nicht vorausplant, sondern eher für den Augenblick lebt. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark II mit einem Canon EF 35mm f/2 IS USM Objektiv. © Rosie Hardy

13. Augen auf bei der Wahl der Kunden

„Wenn Du in dem, was Du tust, gut bist, wird es Dir nicht an Kunden mangeln. Und um gut zu sein, musst Du lieben, was Du tust! Seine Arbeit zu lieben bedeutet, die Dinge zu den eigenen Bedingungen zu tun, nicht zu denen von jemand anderem. Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen vielen Kunden und guten Kunden. Ein Albtraum für mich wäre es, mit jemandem zusammenzuarbeiten, der meinen Stil, meine Zeit, meine Preise oder meine Ideen nicht zu schätzen weiß. Solche Kunden will ich nicht! Mein Geschäft ist sehr einfach. Ich fotografiere Hochzeiten, Bands, Musiker und Porträts für Personen, die meine Arbeit mögen. Ich habe ein paar Stars fotografiert, aber das ist kein Bereich, der mich sehr interessiert. Ich bin glücklich, wenn ich morgens aufstehen und mich meiner normalen Arbeit widmen kann. Dann fühle ich mich wie eine Fotografin und gewinne die Stabilität, die ich brauche, wenn mein Ruhm in den sozialen Medien irgendwann schwindet. Ich gebe Workshops für Menschen, die meine persönlichen Selbstporträts mögen, verdiene aber nur sehr wenig Geld direkt über soziale Medien. Meine persönliche Arbeit dort ist eben nur das: persönliche Arbeit.“

14. Die eigene Integrität wahren

„Meine Haltung gegenüber Social Media und Geldverdienen lautet wie folgt: Wenn eine Marke, die ich mag, mit mir Kontakt aufnimmt und mir ein Produkt geben will oder möchte, dass ich für sie werbe, prima! So werde ich für etwas bezahlt, das ich ohnehin schon tue. Ich achte jedoch darauf, nicht zu sehr von Unternehmen gesponsert zu werden, da mich das von dem Grund entfernt, aus dem ich Bilder mache, nämlich um mich selbst auszudrücken.“

15. Den Augenblick leben

„Vorauszuplanen lohnt sich nicht. Man muss sich umschauen und so viel wie möglich das Hier und Jetzt genießen. Und Kunst benutzen, um Trauer, Schmerz und Wut Ausdruck zu verleihen. Ich liebe das Zitat des Philosophen Henry David Thoreau: „Am reichsten ist derjenige, dessen Vergnügen am billigsten ist.“ Ich glaube, die wichtigste Formel für den Erfolg lautet: Was Sie lieben + Worin Sie gut sind = Erfolg. Es klingt abgedroschen, aber der Grund, warum meine Fotos so erfolgreich sind, ist einfach, dass ich gute Fotos mache.“

Weitere Informationen zur Canon EOS 5D Mark IV finden Sie auf der Produktseite.

Verfasst von Natalie Denton


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