Die Zukunft des digitalen Verpackungsdrucks

Canon EXPO 2015

Nur ein Behältnis? Eine Verpackung ist viel wirkungsstärker und wertvoller. Sie vermag bestehende Kunden zu binden und neue anzulocken. Doch angesichts der Flut von Medienkanälen, des demografischen Wandels und Mehrkanal-Shoppings ist es schwieriger denn je, die Aufmerksamkeit der Verbraucher zu wecken und ihr Kaufverhalten vorherzusagen. Eine ansprechend gestaltete oder originelle Verpackungslösung ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal und kann sich extrem positiv auf die Verkaufszahlen auswirken. Vor diesem Hintergrund eröffnen sich Druckereien mit Digitaldruck gewaltige Chancen.

Wie können Druckdienstleister dieses Geschäftsfeld erschließen? Auf den ersten Blick tun sich unendliche Möglichkeiten im Produktionsprozess auf, z.B. individuelle Drucke und häufige Designänderungen ohne großen Zeit- und Geldverlust. Doch die Aufgaben, die eine Verpackung erfüllen muss, sind komplex. Auch ist der heutige Mehrkanalkonsument sprunghaft und schwer zu befriedigen. Daher können sich Trends wie Produktdiversifizierung und Nachhaltigkeit nicht nur als Chance erweisen, sondern auch als Fallstrick, sofern Dienstleister sich nicht ausreichend vorbereiten.

Unter Produktdiversifizierung versteht man die Vielzahl von Produktvarianten, die eine Marke auf den Markt bringt. Natürlich beflügelt dies Impulskäufe, Kurzzeitläden und Events. Zugleich aber verkomplizieren zu viele gleichartige Produkte die Lieferkette und das Produktlebenszyklus-Management. Denn die Produktvielfalt wächst, während die Bestellmengen schrumpfen. Zwar ist die Produktdiversifizierung eine Reaktion auf den Kundenwunsch nach mehr Auswahl, doch im Laden selbst kann es verwirrend sein, mit einer Reihe von Produkten konfrontiert zu werden, die irgendwie alle gleich aussehen, aber unterschiedliche Zutaten, Funktionen oder Mehrwerte haben.

Nachhaltigkeit ist ein weiterer Trend, der vom Verbraucher forciert und zugleich erschwert wird. Zum Beispiel sind Größe und Material zwei entscheidende Faktoren für die Wiederverwertbarkeit. Einwegverpackungen, wie Jogurt- und Kaffeebecher, sind aufgrund ihrer kleinen Größe schwieriger zu recyceln. Hinzu kommt, dass die Zahl der Einpersonenhaushalte weiter wächst. Diese sind in Europa und Nordamerika heute bereits die meistverbreitete Wohnform. Laut Euromonitor hat dies zur Folge, dass Singlehaushalte verstärkt kleinere Produktmengen nachfragen. Aufgrund der vielen kleinen Gebinde fällt mehr Verpackungsmüll an als bei Produkten in Familien- und Großpackungen – sicher nicht im Sinne der Nachhaltigkeit.

Die gute Nachricht lautet, dass der Digitaldruck und digitale Produktionssysteme genau auf diese Anforderungen abgestimmt sind. Die Geschwindigkeit, die Fähigkeit, kleinere Auflagen wirtschaftlich zu produzieren, und der variable Datendruck machen den Digitaldruck zu einer zukunftssicheren Investition. Etiketten, Kartons und anderes können bei minimalem Ausschuss sofort produziert werden – selbst dann, wenn die Auflage nur 50, 20 oder gar 2 beträgt. Auf diese Weise können Hersteller schnell auf Marktveränderungen oder Kundenwünsche reagieren und bei überschaubarem Zeit- und Kostenaufwand individualisierte Massenanfertigungen oder Personalisierungen verwirklichen.

Wissen ist hierbei der Schlüssel für Druckdienstleister. Verpackungen sind ein technisch anspruchsvolles Einsatzfeld, auf dem umfassende Kenntnisse erforderlich sind. Doch der Lohn für die Mühen, die man in die Vorbereitung steckt, ist reich. Druckereien sollten zunächst ihre Leistungen dahingehend analysieren, welche davon sich im Verpackungswesen nutzen lassen und welche neuen Ansätze nötig sind, um die fachlichen Voraussetzungen für dieses Geschäftsfeld zu schaffen. Danach sollten sie ihre bestehenden internen Fertigkeiten dazu einsetzen, kurzfristig Veränderungen durchzuführen, um den Grundstein für den digitalen Verpackungsdruck zu legen. Entscheidend ist, klein anzufangen und zu überlegen, was man Bestandskunden bieten kann. Denn durch deren Resonanz können Druckdienstleister sowohl die Anforderungen ihrer Kunden als auch die Anforderungen von deren (End-) Kunden besser verstehen.

Sie möchten mehr über heutige und künftige Trends in Sachen Verpackungen erfahren – und wie Sie daraus Kapital schlagen können, Stichwort: Neugeschäft? Laden Sie sich Ihr Exemplar von THINK Packaging herunter – der Canon Leitfaden zu Trends und Neuerungen im Verpackungswesen. 

Referenzen :

• Smithers Pira, The Future of Global Printing 2018; Dezember 2013

• Packaging World Magazine and Cal Poly, Emerging Technologies for Packaging Innovation, 2014

So bekommen Sie Ihr Exemplar!

Einfach hier eintragen, und schon erhalten Sie Ihr gedrucktes oder digitales Exemplar von Think Digital.