Aufnahmen bei wenig Licht

Aufnahmen bei wenig Licht

Aufnahmen bei wenig Licht

Aufnahmen bei wenig Licht

Meine neue EOS 70D, Anleitung 4: Ihre Kamera bei wenig Licht verwenden

In dieser Anleitung dreht sich alles um die Techniken für gute Ergebnisse bei der Low-Light-Fotografie und bei Nachtaufnahmen.

Zunächst erklären wir den Begriff „Low Light“. Low Light, also wenig Licht, bezieht sich auf Innenaufnahmen (auch wenn dort Lichtquellen sind) oder Außenaufnahmen vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang. Es gibt sicher noch andere Gelegenheiten – aber dies sind die Situationen, in denen sich Ihre Kamera unterschiedlich verhält.

Wenn Sie Ihre Kamera in einem der automatischen Modi verwenden, kann der interne Blitz auslösen. Der Blitz ist für Ihre Kamera die Lösung für Aufnahmen bei wenig Licht, indem er das Umfeld aufhellt. Es gibt jedoch Situationen, wo der Blitz störend wirkt – bei einer Hochzeit beispielsweise – oder in denen der Einsatz nicht erlaubt ist, etwa im Museum oder in einer Galerie. Es ist außerdem möglich, dass Ihnen das Ergebnis (speziell bei Verwendung des internen Blitzes) nicht gefällt. Wenn Sie die automatische Auslösung des Blitzes nicht wünschen, stellen Sie den Blitzmodus am Modus-Wahlrad auf „Blitz deaktivieren“.

Aufnahmen bei wenig Licht – Canon

Anleitung 1:

Anleitung 3:

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Aufnahmen bei wenig Licht – Canon

Die Canon Camera Connect App verbindet Ihre Canon Kamera mit einem Apple oder Android Mobilgerät. Laden Sie Ihre Bilder herunter, damit Sie sie einfach teilen können und verwenden Sie das Mobilgerät als Fernbedienung für Ihre Kamera.

Aufnahmen bei wenig Licht – Canon

Bei dieser Innenaufnahme wurde ein hoher ISO-Wert und eine weit geöffnete Blende gewählt, damit die Kamera das maximal verfügbare Licht erfassen konnte.

Bitte nicht mit Blitz fotografieren!

Aufnahmen bei wenig Licht und ohne Blitz sind grundsätzlich möglich – die Kamera gleicht dabei die ungünstige Lichtsituation mit einer dieser drei Methoden aus:

1. Längere Belichtungszeit: Ihre Kamera verlängert den Zeitraum, in dem Licht in die Kamera gelangt. Wie wir im letzten Guide gesehen haben, kann es bei einer längeren Belichtungszeit vorkommen, dass die Bilder aufgrund von Erschütterungen der Kamera oder eines sich bewegenden Motivs verschwommen wirken.

2. Erhöhen der Empfindlichkeit: Ihre Kamera kann die Empfindlichkeit des Sensors durch einen höheren ISO-Wert steigern. Ein höherer ISO-Wert kann jedoch zu „Bildrauschen“ führen (siehe Digitales Rauschen) und die Bildqualität mindern.

3. Blende öffnen: Ihre Kamera kann die Blendenöffnung im Objektiv auf ihre maximale Öffnung steuern. Dann kommt so viel Licht hindurch, wie möglich. Eine große Blendenöffnung führt zu Bildunschärfe im Hintergrund. (siehe Was ist die Blende?)

Wie Sie sehen, hat es Auswirkungen auf Aufnahmen ohne Blitz bei wenig Licht. Versuchen Sie, so viel Licht wie möglich in Ihr Bild zu bekommen. Eine einfache Technik besteht darin, Ihre Aufnahmeposition zu verändern. Bewegen Sie sich in Richtung einer Straßenlaterne oder schalten Sie eine Deckenlampe an – Ihre Kamera macht dann bessere Bilder ohne Blitz.

Die Wahl des Motivs

Wie in Anleitung 2, Ihre Kamera kennen lernen, erklärt, sind die Special-Scene-Modi hilfreich, um der Kamera Informationen über das Motiv zu geben. Versuchen Sie einmal „Nachtaufnahme ohne Stativ“, um die Belichtungszeit kurz zu halten und Bildunschärfe zu vermeiden.

Aufnahmen bei wenig Licht – Canon

Diese Szene wurde nach Sonnenuntergang mit 30 Sekunden Belichtungszeit und einem Stativ aufgenommen.

Ein anderer Modus, der es lohnt ausprobiert zu werden, ist „Nachtporträt“. In diesem Modus wird der interne Blitz eingesetzt um ein in der Nähe befindliches Objekt oder eine Person zu beleuchten und eine längere Belichtungszeit gewählt, um dieses Licht aus dem Hintergrund zu erfassen. Für beste Ergebnisse setzt man die Kamera dafür auf ein Stativ.

Kreativ werden

Wenn Sie die Low-Light- oder Nacht-Fotografie noch weiter erkunden möchten, dann experimentieren Sie doch einmal mit den Kreativmodi P, Tv, Av oder M. Diese Einstellungen sind der Schlüssel zur Belichtungssteuerung Ihrer Kamera, auf die wir in einem späteren Guide eingehen werden.

Um mit dem Av Modus Ihrer Kamera zu arbeiten, drehen Sie das Hauptwahlrad so lange, bis die größte Blendenöffnung, also die kleinste Blendenzahl, eingestellt ist. Dies ist die optimale Einstellung für Low-Light-Aufnahmen. Wenn Sie Interesse an Low-Light-Aufnahmen aus der freien Hand haben, sollten Sie über ein entsprechendes Objektiv nachdenken. Das Canon Objektiv EF 50mm 1:1,8 STM lässt viermal so viel Licht auf den Kamerasensor wie Ihr Objektiv aus dem Lieferumfang der Kamera. Und wegen der extrem großen Blendenöffnung, lässt es sich auch ideal für eine attraktive Hintergrundunschärfe einsetzen. Zusätzlich bewirkt eine höhere ISO-Einstellung auch eine höhere Lichtempfindlichkeit des Sensors.

Steigerung Ihrer Möglichkeiten

Es kommt vor, dass am Einsatz des internen Blitzes kein Weg vorbei geht (siehe Interner und externer Blitz). Eine gute Methode für bessere Bilder besteht darin, die Lichtempfindlichkeit der Kamera mit einem höheren ISO-Wert zu steigern. Über das Hauptwahlrad können Sie auch die Belichtungszeit verlängern – jedoch nicht zu lang, sonst sind die Bilder verwackelt. Nicht vergessen: Der Blitz leuchtet nur in der Nähe befindliche Objekte aus, er reicht nur ein paar Meter weit.

Aufnahmen bei wenig Licht – Canon

In diesen beiden Bildern sehen Sie den Effekt des Blitzes. Im ersten Bild strahlt der Blitz mit ziemlich hartem Licht die ganze Szene von vorne aus. Im zweiten Bild wurde ein höherer ISO-Wert und eine längere Belichtungszeit gewählt – hierbei stand das Blitzlicht in einem ausgewogenem Verhältnis zur Innenbeleuchtung.

Bei Landschafts- oder Low-Light-Aufnahmen ist ein Stativ oder eine stabile Unterlage ein hilfreiches Zubehör. Ist die Kamera in einer stabilen Position, können selbst extrem lange Belichtungszeiten gewählt werden, ohne dabei Gefahr zu laufen, dass die Aufnahme unscharf wird (siehe Langzeitbelichtung). Wählen Sie den Tv Modus, um die Belichtungszeit anpassen zu können und halten Sie die Kamera auf eine sich bewegende Lichtquelle, um ein kreativen Effekt zu erhalten.

Aufnahmen bei wenig Licht – Canon

Mit einem Stativ und einer Belichtungszeit von 10 Sekunden erreicht man interessante Lichtspuren von Bremslichtern oder Scheinwerfern

Da Sie nun immer mehr über Belichtungsoptionen wissen, können Sie erstklassige Entscheidungen für Ihre Low-Light-Aufnahmen treffen. Besonders der Einsatz langer Belichtungszeiten ermöglicht einige interessante kreative Effekte. Erweitern Sie Ihre Grenzen und testen die unterschiedlichsten Einstellungen und Motive, damit Sie herausfinden, was Sie am meisten interessiert. (siehe Fernbediente Aufnahme)

Dabei hilft es natürlich, sich mit den eher technischen Eigenschaften Ihrer Kamera vertraut zu machen. Zu lernen, wie Belichtungszeit, Blende und ISO Ihre Bilder beeinflussen ist schon mal ein großartiger Anfang. In der Zwischenzeit sollten Sie so viele Techniken aus diesem Guide (und natürlich aus vorhergehenden!) wie nur möglich ausprobieren und sich sich auf jede Menge kreative Ergebnisse gefasst machen!

Digitales Rauschen

Rauschen ist der Begriff, der die sichtbare Verschlechterung der Bildqualität beschreibt, der in der Regel mit hohen ISO-Werten verbunden ist. Die Wahl eine hohen ISO-Einstellung veranlasst Ihre Kamera zur Verstärkung des Lichtsignals am Sensor, was zu einem körnig wirkendem Ergebnis führen kann.

Was ist die Blende?

Die Blende ist eine im Durchmesser variable Öffnung, durch die das Licht auf den Sensor der Kamera gelangt. Jedes Objektiv hat eine Bezeichnung, mit der die maximale Blendenöffnung der darin befindlichen Blende ausgedrückt wird – zum Beispiel 1:3,5. Je kleiner die Zahl, desto größer ist die maximale Öffnung und die Lichtstärke des Objektivs. 1:2,0 lässt 8-mal soviel Licht durch wie 1:5,6.

Kamerablitz und entfesselter Blitz

Als „Kamerablitz“ wird der integrierte Blitz oder ein am Zubehörschuh montierter Blitz bezeichnet. Als „entfesselter Blitz“ wird ein per Kabel oder kabellos von der Kamera gesteuerter Blitz bezeichnet.

Langzeitbelichtung

Bei einer Langzeitbelichtung bleibt der Verschluss in der Kamera extrem lange geöffnet – dies ist überwiegend bei Nachtaufnahmen erforderlich. Beim Einsatz eines Stativs kann die Kamera fest stehende Objekte scharf erfassen – sich bewegende Objekte hinterlassen jedoch Spuren im Bild. Beispiele sind Bilder vom Feuerwerk, Wasserfälle und fließende Gewässer, Sternenhimmel, Autos und Lichteffekte.

Fernbediente Aufnahme

Mit Fernsteuerung aus ganz ungewöhnlichen Blickwinkeln fotografieren: Wenn Sie sich die Canon Camera Connect App herunter laden und installieren, können Sie per WLAN Ihre Kamera mit einem Smartphone oder Tablet fernbedienen. Bei wenig Licht oder bei langen Belichtungszeiten ist die Fernsteuerung ideal, um keine Kamerawackler zu verursachen, wenn man den Auslöser drückt.

Aufnehmen, Teilen und Betrachten mit #MyNewCanon #CanonLowLight

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