Tutorial: Kreative Belichtung

Wahl der Verschlusszeit

Außer zur Belichtungseinstellung können Sie die Verschlusszeit auch nutzen, um die Wirkung des Motivs zu beeinflussen – vor allem, wenn es sich bewegt.

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Sukhoi Su-35, © Richard Deakin 2013, Canon EOS-1D X

Eine sehr kurze Verschlusszeit (z.B. 1/1000 Sekunden) kann die Bewegung 'einfrieren', sodass Ihr Motiv in seiner Umgebung bewegungslos erscheint. Bei einer längeren Verschlusszeit von z. B. wenigen Sekunden erscheint ein bewegtes Motiv verschwommen. Das kann besonders effektvoll sein, wenn Sie ein Stativ benutzen, da alle unbewegten Motive scharf erscheinen, während bewegte Motive verschwommen sind, um ihre Bewegung zu unterstreichen.

Mit Ihrer EOS können Sie die Verschlusszeit in der Blendenautomatik (Tv) einstellen. Wählen Sie die Verschlusszeit, und überlassen Sie der Kamera die Auswahl der richtigen Objektivöffnung.

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Regenwetter, © Regine Heuser 2013, Canon EOS-1D Mark IV

Die Bewegung des Hundes durch das Wasser wurde mit einer kurzen Verschlusszeit 'eingefroren'. Einige Wassertropfen hängen noch in der Luft. Um eine ausreichende Belichtung zu erlangen, ist bei einer kurzen Verschlusszeit häufig eine große Blendenöffnung erforderlich. In diesem Foto hat die große Blendenöffnung die Schärfentiefe verringert, sodass sich der Hund vom Hintergrund gut abhebt.


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Bahnhof Bern, © Crivelli Daniele 2012, Canon EOS 5D

Dies ist ein gutes Beispiel für eine lange Verschlusszeit. Es wurde ein Stativ verwendet, und die blonde Dame steht still. Dadurch ist sie im Bild recht scharf. Doch die beiden Passanten und der Zug bewegen sich und sind verschwommen.

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