Lernprogramme: Bildkomposition

Fluchtpunkte

Perspektive spielt eine wichtige Rolle bei der Bildkomposition. Stellen Sie sich eine lange, gerade, stillgelegte Eisenbahnstrecke vor, auf die Sie von oben herabblicken. Der Abstand zwischen den Schienen scheint mit größerer Entfernung kleiner zu werden. Durch die zusammenlaufenden Linien wird der Blick in die Szene hineingelenkt.

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© Jonathan Jamar 2011, EOS 50D

Ein ähnlicher Effekt tritt auf, wenn Sie die Kamera nach oben richten, um ein hohes Gebäude zu fotografieren. Hier scheinen die Seiten des Gebäudes aufeinander zu zu laufen, die sogenannten „stürzenden Linien“. Um dies zu verhindern, müssen Sie möglichst weit zurück gehen und die Kamera parallel zum Boden halten. Die Verschiebung eines Weitwinkel-Tilt-und-Shift-Objektivs hilft bei der Korrektur stürzender Linien bei geringerem Abstand.

Die S-Linie
Eine weitere wichtige Kompositionshilfe ist die S-Linie. Stellen Sie sich einen Fluss vor, der im Vordergrund beginnt und s-förmig weiterfließt. Das Auge folgt der Linie instinktiv in das Bild hinein. Bei dem S kann es sich um eine Straße, eine Hügelkette oder ein Muster in einem Objekt direkt vor der Kamera handeln. Achten Sie auf S-Linien und binden Sie sie in Ihre Kompositionen ein.

Die Drittel-Regel
Stellen Sie sich Ihr Bild durch zwei vertikale und zwei horizontale Linien in neun gleich große Rechtecke unterteilt vor. Wenn Sie Ihr Hauptmotiv auf eine der vier Schnittstellen der Linien platzieren, wird das Bild in aller Regel angenehm ausgewogen wirken.

EOS-Kameras mit Live View-Funktion bieten die Möglichkeit, bei der Aufnahme ein Netzgitter auf dem LCD-Bildschirm anzuzeigen und so die Drittel-Regel direkt anzuwenden.

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