Expertentipp: Stillleben Fotografie

Experimentieren mit Licht

Licht, das durch das Fenster einfällt, ist gut, wenn Sie bei Tag fotografieren. Am Abend brauchen Sie andere Lösungen für die Beleuchtung.

Ein elektronischer Blitz kann sehr effektiv sein, jedoch nur, wenn er sich in einiger Entfernung von Ihrer EOS befindet. Der kameraeigene Blitz eignet sich hierfür nicht. Er nimmt dem Stillleben die Tiefe und raubt dem Bild dadurch seine Atmosphäre.

Für solche Fälle gibt es ein Zubehör: Das externe Blitzkabel OC-E3. Mit diesem aufgewickelten Verlängerungskabel können Sie ein Speedlite-Blitzgerät bis zu 80 cm von der Kamera entfernt aufstellen. Sie können auch den Speedlite Transmitter ST-E2 oder ST-E3-RT verwenden. Diese kabellosen Geräte werden auf den Blitzschuh der Kamera aufgesteckt und steuern ein oder mehrere fernsteuerbare Speedlites. Blitzgeräte können zusammen mit Softboxes und Reflektoren verwendet werden, um die Beleuchtung umfassend steuern zu können.


Sorgfältig ausbalanciertes Blitzlicht verbessert Stillleben-Aufnahmen

Weißabgleich
Die Farbe des Lichts hängt von der Lichtquelle ab, zum Beispiel Tageslicht. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ist das Licht wärmer (es hat mehr Rotanteile), gegen Mittag wirkt es kühler (mehr Blauanteile). An bewölkten Tagen oder im Schatten erscheint es ebenfalls kühler. Diese verschiedenen Farben sind die sogenannte Farbtemperatur des Lichts.

Auch künstliches Licht hat eigene Farbtemperaturen. Das Licht von Glühbirnen ist orange, das von Leuchtstoffröhren grün.

Ihre Augen passen sich normalerweise automatisch an die unterschiedlichen Farbtemperaturen an, ebenso wie die „AWB“ (Auto White Balance)-Funktion Ihrer EOS. Wenn Sie Bilder im RAW-Format aufnehmen, ist ein korrekter Weißabgleich nicht so wichtig. Er kann auch noch vorgenommen werden, wenn Sie die Bilder mit dem DPP-Programm (Digital Photo Professional) von Canon auf Ihrem Computer anzeigen. Wenn Sie Bilder im JPEG-Format aufnehmen, muss allerdings von Anfang an alles stimmen. Nehmen Sie verschiedene Bilder mit unterschiedlichen Weißabgleicheinstellungen auf, und vergleichen Sie die Bilder im Display Ihrer Kamera, um zu sehen, womit Sie die besten Ergebnisse erzielen.

In der Nähe von farbintensiven Motiven erhalten Sie jedoch mit dem manuellen Weißabgleich die besten Ergebnisse. Diese Einstellung weicht je nach Kameramodell etwas ab, doch normalerweise nehmen Sie einfach ein weißes Stück Papier oder Karton so auf, dass es das ganze Bild ausfüllt. Die Kamera verwendet dieses neutrale Bild für den manuellen Weißabgleich. Mit dieser Funktion können Sie außerdem die Farbabstimmung Ihrer Fotos steuern. So können Sie beispielsweise mehr Orange und Braun hinzufügen, um Ihren Bildern einen „antiken“ Flair zu verleihen.

Genaue Informationen hierzu finden Sie in Ihrer Bedienungsanleitung.

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