Ist es doppelt belichtet? Oder eine Silhouette? Nein, ein Skateboarder spiegelt sich bei seinem Trick in einer Pfütze – da will man auf jeden Fall zwei Mal hinschauen. Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 Mark II mit einem Canon RF 28-70mm F2 L USM Objektiv bei 35 mm, Verschlusszeit 1/1.250 Sek., Blende 1:5 und ISO 640. © Lorenz Holder
Wenn du die Grundlagen der Fotografie gemeistert hast und deine Arbeiten sich aus der Masse hervorheben sollen, musst du es hauptsächlich einer Person recht machen: dir selbst. „Wenn du auf dein fertiges Bild blickst, musst du zu 100 % damit zufrieden sein“, sagt der Actionfotograf und Canon Ambassador Lorenz Holder. „Wenn dir das wieder und wieder gelingt, kannst du langsam deinen ganz persönlichen Stil entwickeln.“
Lorenz ist bekannt für Aufnahmen, in denen actionreiche Sportarten, Landschaften und Architektur in beeindruckenden Kompositionen zusammenkommen. Sein visueller Stil ist unverkennbar. Beim Snowboarden in Norwegen wurde er dazu inspiriert, noch kreativer an die Actionsportfotografie heranzugehen.
„Im Land der Mitternachtssonne sieht man endlose Sonnenuntergänge“, erinnert er sich. „Ich war dermaßen fasziniert von den Fjords und der Landschaft und wollte im Bild festhalten, was ich in diesem Moment sehen konnte. Ich zog den Rahmen ein bisschen weiter, um die Schönheit der Landschaft einzufangen. Die Athleten erschienen dadurch etwas kleiner, doch ich konnte so aufzeigen, wo Actionsportarten stattfinden. Genau das macht diese Bilder aus.“
Lorenz erkannte, dass er nicht das ganze Bild mit Action füllen muss, um eine wirksame Aufnahme zu machen. Dies verwandelte seinen Stil, der sich von da an langsam weiterentwickelte.