Paul Stodart bereist mit GB Baseball die Welt

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Ein britischer Baseballspieler in einem grauen Trikot mit der Aufschrift „GREAT BRITAIN“ jubelt mit erhobenen Armen. Seine Finger zeigen zum Himmel. Zwei seiner Mannschaftskollegen, die im warmen Sonnenlicht mit dem Rücken zur Kamera stehen, schauen zu.

„Vor jedem Turnier halten wir hinter verschlossenen Türen eine Teambesprechung ab und fragen reihum: ‚Was bedeutet es, für Großbritannien zu spielen?‘ Keine Kameras, nichts wird aufgezeichnet.“ Und diese Sitzung schweißt das Team immer zusammen.“ In dem Raum finden die Spieler von Great Britain Baseball und alle Mitarbeitenden aus dem Operations-Team, die sie unterstützen, zusammen. Einer von ihnen ist Paul Stodart, unser Senior Manager für European Web Development & Content. Er ist Brite, der jetzt in unserem Büro in Amstelveen in den Niederlanden arbeitet.

Es wird gesagt, dass Kinder das Leben verändern, was natürlich stimmt. Auch bei Paul war es sein Sohn, der in ihm eine Leidenschaft weckte, die ihn um die ganze Welt führen sollte. Auf seinen Reisen dokumentierte er mit seiner Kamera die emotionale Achterbahnfahrt des Baseballs aus nächster Nähe. „Ich begann mich mit Great Britain Baseball zu beschäftigen, als einer meiner Söhne diesen Sport als Teenager ausübte“, erklärt er. „Die Niederlande haben das beste Team in Europa. Daher sind die Trainingsanlagen und das Coaching hier wirklich gut.“ Als sein Sohn 15 Jahre alt war, reisten die beiden jeden Monat nach Großbritannien, um an Trainingseinheiten und Turnieren teilzunehmen. „Er wandte sich schließlich anderen Dingen zu, aber zu diesem Zeitpunkt half ich bereits bei den Europameisterschaften auf der operativen Seite und fotografierte außerdem das Team.“

Man könnte meinen, dass ‚operative Seite‘ nur eine schicke Umschreibung für ‚ein bisschen Verwaltung‘ ist, aber das trifft es bei weitem nicht. Sogar für ein Canon-Urgestein mit 30 Jahren Berufserfahrung wie Paul ist diese Nebentätigkeit mehr als nur „herausfordernd“. In seinem Hauptberuf verwaltet er die Systeme, mit deren Hilfe alle unsere Websites in Europa, dem Nahen Osten und in Afrika erstellt werden. Dazu kommt seine ehrenamtliche Arbeit für GB Baseball, die einen ganzen Arbeitstag zusätzlich in Anspruch nimmt.

Paul Stodart steht in der Mitte eines Umkleideraums für Profispieler, trägt eine blaue Jacke von Great Britain Baseball und ein Ausweisband. Auf einem Banner über ihm steht „World Baseball Classic Houston“.

Paul Stodart, nachdem er das Clubhaus für das letzte Spiel der Mannschaft bei der World Baseball Classic in Houston hergerichtet hat.

Ein Spieler in einem Trikot von Great Britain Baseball schaut konzentriert auf die Spielkarten in seiner Hand, während er in der Umkleidekabine sitzt.

Pitcher Jack Seppings entspannt sich im Clubhaus vor dem letzten Spiel Großbritanniens gegen Brasilien.

Die Vorbereitung auf ein Turnier ist mit einer Vielzahl von Aufgaben verbunden. Zuletzt bereitete er die World Baseball Classic vor, bei der die Mannschaft unter anderen gegen die USA in einem ausverkauften Stadion mit 40.000 Plätzen antrat. „Es ist das größte Turnier, an dem wir je teilgenommen haben. Riesig“, sagt er und klingt, als könne er es selbst kaum fassen. „In unserer Mannschaft waren Spieler der New York Yankees, der Boston Red Sox und anderer Teams aus der Major League. Diese Jungs gehören zu den Besten der Welt.“

Für Paul bedeutete das ein Maß an Organisation, bei dem selbst den Besten unter uns schon beim bloßen Gedanken daran der Schweiß ausbrechen würde – das Chartern eines Flugzeugs für alle Beteiligten war dabei noch das Geringste. Er sorgte nicht nur dafür, dass alle Teilnehmenden – etwa hundert Spieler, Trainer, Betreuer und Familienmitglieder – einen Platz im Flieger hatten, sondern übernahm auch die Visaanträge und die Buchung der Hotelzimmer, in denen sie nach ihrer Ankunft übernachten konnten. Er organisierte Trainingsmöglichkeiten und stellte sicher, dass alles, was das Team benötigte, bei ihrer Ankunft bereitstand. „Trikots, Trainingsausrüstung, Schläger und Bälle mussten organisiert und zur richtigen Zeit an den richtigen Ort gebracht werden“, fügt er hinzu. „Vor der Abreise bin ich Reiseorganisator und nach der Ankunft kümmere ich mich um die Ausrüstung.“ Das heißt auch, dass ich jeden Tag die Schuhe der Spieler säubere und die Wäsche sortiere!

Ein Baseballspiel bei grellem Flutlicht in einer vollbesetzten Halle und mehreren Rängen. Ein Pitcher auf dem Spielfeld in einem roten Trikot wirft gerade den Ball.

Das Baseballteam aus Großbritannien misst sich im Daikin Park, dem Heimstadion der Houston Astros, mit den besten Teams der Welt.

Auch wenn er jetzt, da seine drei Söhne bereits in den Zwanzigern sind, mehr Zeit hat, achtet er weiterhin darauf, dass sein Jahresurlaub gut ausgewogen ist. Diesmal hatte er seine Reise so geplant, dass er sich eine wohlverdiente Pause gönnen konnte. Er legte seine Anreise so, dass er vor Ankunft des restlichen Teams den Grand Canyon besichtigen konnte. „Ich habe schon so viele dieser Reisen gemacht, aber ich bin auch gerne mal einfach Tourist“, sagt er. „Außerdem fällt es mir jetzt wirklich leicht, meinen Sommerurlaub zu organisieren, weil wir ja nur zu zweit oder zu dritt sind und keine hundert Personen!“ Für dieses Jahr stehen noch zwei weitere Reisen an – beide mit GB Baseball: eine nach Nicaragua mit der U23-Mannschaft und anschließend eine Reise nach China mit der Männermannschaft.

Alles, was er tut, tut er aus Liebe zum Sport, was besonders klar wird, wenn er über seine dritte Funktion – die des Teamfotografen – spricht. Als Insider sieht er Dinge, die anderen entgehen, und er ist jeder Mannschaft von GB Baseball (Frauen, Männer, Jugend und Blinde) so nahe, dass jedes Foto den natürlichen Zauber einfängt. „Die Bilder, an die sich die Leute erinnern, sind keine typischen Actionfotos“, sagt er. „Solche Fotos können viele Leute machen, aber sie dürfen nicht in die Umkleidekabine oder dabei sein, wenn das Team ins Flugzeug steigt – das sind die Bilder, die nur einem offiziellen Teamfotografen vorbehalten sind.“

Denn obwohl seine Bilder bei der BBC gezeigt und von der Major League Baseball verwendet wurden – mit all dem Prestige, das damit verbunden ist – sind es für Paul die Kommentare von Spielern und ihren Familien, die seine Arbeit lohnenswert machen. „Das macht mir besonders viel Freude – für sie Erinnerungen festzuhalten und zu sehen, wie sie diese voller Stolz in ihren sozialen Medien teilen.“ Paul engagiert sich nun schon seit über einem Jahrzehnt ehrenamtlich für GB Baseball, daher entsteht, wenn alle vor den Turnieren im Raum sitzen und offen über alles sprechen, ein echtes Gefühl von Vertrauen. Ein Gefühl von Familie. „Durch mein Ehrenamt durfte ich fantastische Orte besuchen und großartige Menschen kennenlernen“, sagt er lächelnd. „Es ist einfach wunderbar.“

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