AUSRÜSTUNG

Die perfekten Canon Kameras und Objektive für Architekturfotografie

Seine ehemalige Tätigkeit als Architekt ermöglicht dem Fotografen Fernando Guerra bei seiner Arbeit mit der Kamera eine einzigartige Perspektive. Hier erklärt er, wie ihm EOS R Systemkameras in Kombination mit Tilt-und-Shift- sowie RF Objektiven helfen, Gebäude und deren Nutzer auf ungewöhnliche, kreative Weise darzustellen.
Zwei Personen gehen die innerhalb eines kreisförmigen Bereichs angelegte Treppe in der Mitte eines großen weißen Raums hinauf.

Der portugiesische Fotograf Fernando Guerra nimmt besonders gerne quadratische Bilder auf, die er üblicherweise erstellt, indem er mit der Kamera zwei Bilder mit dem Tilt-und-Shift-Objektiv aufnimmt – eines mit Aufwärts-Shift und eines mit Abwärts-Shift des Objektivs. Während der Nachbearbeitung fügt er die beiden Aufnahmen zusammen. „Der Effekt, den man bekommt, unterscheidet sich komplett von einer normalen vertikalen Aufnahme. Das Bild ist breiter, und man hat tatsächlich das Gefühl, sich im Gebäude oder in der Szene zu befinden“, erklärt er. Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 mit einem Canon TS-E 17mm f/4L Objektiv, Verschlusszeit 1/4 Sek., Blende 1:7,1 und ISO 400. © Fernando Guerra

Durch seinen innovativen Ansatz, auch Menschen in seine Architekturaufnahmen einzubeziehen, wurde der Canon Ambassador und weltbekannte Architekturfotograf Fernando Guerra bekannt für seine lebendigen Aufnahmen. „Ich liebe lebendige Architektur. Ich bin nicht wirklich daran interessiert, ein Haus ohne Möbel oder Menschen zu fotografieren. Ich mag es, morgens in ein Haus zu kommen und die Kinder zu fotografieren, wie sie sich für die Schule fertig machen; eben den normalen Rhythmus des Hauses. Vor mir hat niemand diese zusätzliche Ebene des Geschichtenerzählens genutzt. Was mich antreibt, ist die Geschichte der Menschen, die dort leben“, sagt er.

Welche Canon Kameras und Objektive eignen sich also am besten für Architekturfotografie? Und warum solltest du Tilt-und-Shift-Objekte von Canon bei der Aufnahme von Gebäuden in deiner Tasche dabei haben?

Hier stellt Guerra die Kameras und Objektive vor, die für seine Arbeit unverzichtbar sind. Mike Burnhill und John Maurice, Product Specialists und Experten für Objektivtechnologie von Canon Europe, erklären, wieso die einzelnen Ausrüstungsteile Guerras besonders für Architekturfotografie geeignet sind.

Guerra verfolgt bei seiner Ausrüstung einen minimalistischen Ansatz und hat die Liste seiner Lieblingsgeräte für Architekturfotografie auf zwei zuverlässige Objektive und eine spiegellose Vollbildkamera eingegrenzt. „Je mehr ich fotografiere, desto weniger brauche ich“, sagt er. „Es kommt nur darauf an, welche Ausrüstung man wählt. Neue Kameras wie die Canon EOS R5 helfen mir auch, bessere Aufnahmen zu machen.“

Guerra, der früher mit der Canon EOS 5DS R fotografiert hat, ist auf das spiegellose EOS R System umgestiegen, mit dem er seine wichtigsten Objektive aus der TS-E Objektivserie von Canon sowie spiegellose Vollformat-RF Objektive nutzen kann.

Ein Techniker mit weißen Handschuhen reinigt den Sensor einer Canon Kamera.

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Bei manueller Fokussierung nutzt Guerra nur die Schärfentiefe, um Bilder mit mehreren Schichten zu erzeugen, bei denen alles im Fokus ist. Auf kleine Blendenöffnungen und Bokeh-Effekte verzichtet er. Bei einer Aufnahmegeschwindigkeit von ca. 1:8 sucht er nach absoluter Schärfe von 1 m bis unendlich. Bei seinen täglichen Aufnahmen ist er mit leichter Ausrüstung unterwegs und verlässt sich auf die Objektive Canon TS-E 17mm f/4L und Canon TS-E 24mm f/3.5L II, die jeweils mittels EF-EOS R Mount Adapter an eine von zwei Canon EOS R5 Kameras angebracht sind. Dieses Setup nutzt er für den Großteil seiner Arbeit, und durch die kamerainternen Zuschnittmodi wird es noch vielseitiger.

Lies weiter und erfahre, welche Canon Ausrüstung sich perfekt für Architekturfotografie eignet – von Weitwinkelobjektiven für ein breites Gesichtsfeld bis hin zu den perfekten Objektiven zur Erfassung kleiner Details einer Stadt und der Menschen hinter den Gebäuden.

Die perfekten Canon Kameras für Architekturfotografie

Ein Mädchen in einem blauen Badeanzug mit Schwimmkappe taucht ihren Fuß in einen Pool. Der Pool reflektiert das Licht, das durch die Lamellen der Wand dahinter dringt. Ein kleiner Hund beobachtet den Wasserspiegel.

„Die Stabilisierung war mir am wichtigsten“, so Guerra über seine Entscheidung, seine Ausrüstung durch eine Canon EOS R5 zu ergänzen. „Im Fokus meiner gesamten Arbeit stehen Menschen. Sie sind es, die den Bauwerken, die ich fotografiere, Bedeutung verleihen. Jetzt kann ich das Stativ zu Hause lassen und spontaner auf die Vorkommnisse vor Ort reagieren, wie ein Fotojournalist.“ Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 mit einem Canon TS-E 24mm f/3.5L II Objektiv, Verschlusszeit 1/100 Sek., Blende 1:8 und ISO 400. © Fernando Guerra

Die perfekte Allround-Kamera für Architektur: Canon EOS R5

„Die Canon EOS R5 ist die perfekte Kamera für mein Tätigkeitsfeld“, begeistert sich Guerra. „Die Größe ist ideal, sie hat einen tollen Puffer, ermöglicht leise Aufnahmen und hat außerdem einen Touchscreen, den ich einfach toll finde. Ich schaue nie – und damit meine ich wirklich nie – durch den Sucher. Wenn ich das Innere eines Gebäudes fotografiere, befindet sich die Kamera oft relativ nahe am Boden, deshalb ist das dreh- und schwenkbare Display hier viel besser. Das ist oft auch bei Außenaufnahmen hilfreich. Ich habe mich einfach an diese Vorgehensweise gewöhnt.

Die Stabilisierung der EOS R5 ist ein wirklich tolles Instrument. Ich kann mich hinhocken, die Kamera auf meinen Knien ablegen und eine längere Verschlusszeit nutzen, um die Leute, die vor einem Gebäude vorbeigehen, verschwommen aufzunehmen. Das Gebäude bleibt trotzdem scharf.

Die Kamera Canon EOS R5.

Canon EOS R5

Die kompromisslose Leistung der EOS R5 revolutioniert das Fotografieren und Filmemachen.

Der Zuschnittmodus der EOS R5 bedeutet außerdem, dass man zwei Objektive in einem hat“, erklärt Guerra weiter. „Wenn du beispielsweise ein 17-mm-Objektiv an der Kamera hast, drückst du eine Taste und blickst praktisch durch ein 28-mm-Objektiv. Und mit einem 24-mm-Objektiv bekommt man ein 38-mm-Objektiv. So brauche ich die 45-MP-Auflösung der Kamera gar nicht, um 45-MP-Bilder aufzunehmen, sondern weil ich durch sie die Option habe, Bilder kameraintern zuzuschneiden. Noch nie hat sich irgendjemand über die Größe meiner Dateien beschwert.“

„Vor allem die EOS R5 ist großartig bei schlechten Lichtverhältnissen“, erklärt Maurice. „Außerdem bietet sie bei Bedarf eine hohe Auflösung. Das macht sie zu einer guten Kombination für Architekturfotografie. Vergleicht man sie mit dem vorherigen hochauflösenden Modell, der EOS 5DS R, ist der Dynamikumfang besser. Außerdem wurde auch die Benutzerfreundlichkeit verbessert, etwa durch das dreh- und schwenkbare Display. Die EOS 5DS R hatte das nicht.“

Eine Person lehnt sich gegen eine Wand. Die Holzlatten des Dachüberstands erzeugen am Boden Lichtmuster.

Nach dem Kauf seiner ersten Canon EOS R begann Guerra, den dreh- und schwenkbaren Touchscreen zu nutzen. Mittlerweile nutzt er den Sucher gar nicht mehr. Aufgenommen mit einer Canon EOS R mit einem Canon TS-E17mm f/4L Objektiv, Verschlusszeit 1/160 Sek., Blende 1:8 und ISO 200. © Fernando Guerra

Das perfekte Leichtgehäuse für Architekturfotografie: Canon EOS R

Zum ersten Mal nutzte Guerra die Canon EOS R bei seinem Umstieg auf spiegellose Technologie, und noch heute ist diese Kamera eine gute Option für Architekturfotografie. „Ich habe die Canon EOS R nach ihrem Erscheinen angeschafft und lieben gelernt, weil sie mir so viele Vorteile bietet“, erinnert er sich. „Sie ist klein und verfügt über einen Lautlosmodus und einen neigbaren Bildschirm, den ich einfach liebe. Wenn ich irgendwohin gehe, um für einen Architekten zu fotografieren, möchte ich, dass die Leute mich nicht bemerken, so, als wäre ich gar nicht da. Mit je einer EOS R über jeder Schulter war ich praktisch unsichtbar, und genauso verhält es sich mit meinen zwei EOS R5 Gehäusen.

Die Kamera Canon EOS R.

Canon EOS R

Ein 30,3-MP-Vollformatsensor mit beeindruckender Detaildarstellung, hoher ISO-Empfindlichkeit und Dual Pixel CMOS AF.

Mit dem dreh- und schwenkbaren Display konnte ich aus Hüfthöhe fotografieren, da der Touchscreen auch als Auslöser verwendet werden kann. So war es ganz einfach, die Kamera in Positionen zu bringen, die zuvor nicht möglich waren, z. B. direkt an einer Wand oder auf der anderen Seite eines Zauns. Da ich jeden Tag fotografiere, ist ein neigbares Display wirklich sehr hilfreich. Wenn man sich ständig auf Flughäfen herumtreibt, ist es einfach toll, ein kleines Gehäuse zu haben, das man überall hin mitnehmen kann. Die EOS R hat mir meinen Alltag sehr erleichtert.“

Burnhill sieht es genauso: „Wenn man aus niedrigen Blickwinkeln fotografiert, muss man nicht mehr auf die Knie gehen. Man kann die Kamera auch über dem Kopf halten und den Bildschirm nach unten neigen, um das Gebäude aus anderen Winkeln als auf Augenhöhe aufzunehmen. Diese einfachen kleinen Dinge können einen großen Unterschied in der Art und Weise machen, wie man mit einer Kamera und einem Motiv interagiert. Mit dem Drop-In Filter Mount Adapter EF-EOS R der Canon EOS R lassen sich jetzt auch Filter hinter dem Objektiv anbringen. Du kannst alle Objektive mit einem Neutraldichtefilter oder polarisierenden Filter ausstatten und zwischen den Objektiven wechseln, sodass der Filter genau in der gleichen Position bleibt.“

Die perfekten Canon Objektive für Architekturfotografie

Person auf geschwungenem Balkon mit Blick auf die Stadt.

Das Canon TS-E 24 mm f/3.5L II erlaubt dir, Neigebewegungen und Verschiebungen unabhängig voneinander durchzuführen. Dadurch lassen sich Perspektive und Schärfentiefe separat steuern, was das Objektiv deutlich flexibler macht. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark II (mittlerweile ersetzt durch das Nachfolgemodell Canon EOS 5D Mark IV) und einem Canon TS-E 24mm f/3.5L II Objektiv, Verschlusszeit 0,3 Sek., Blende 1:7,1 und ISO 100. © Fernando Guerra

Eine Person lehnt sich in einem überdachten Liegestuhl zurück. Im Hintergrund sind ein Pferd und eine Landschaft zu sehen.

Wenn Guerra einen Tag lang ein Gebäude fotografiert, kommt er dabei häufig auf 4.000 bis 7.000 Fotos. „Man könnte meinen, Architekturfotografie wäre eine eher bedachte Angelegenheit, aber das ist sie nicht“, erzählt er. „Auch wenn die Gebäude selbst sich nicht bewegen, tobt um sie herum das Leben. Man muss schnell sein, um das einzufangen. Ich brauche die 20 B/s der EOS R5 nicht wirklich, den guten Puffer allerdings schon. Ich kann nicht warten, bis die Kamera Dateien fertig geschrieben hat.“ Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 mit einem Canon TS-E 24mm f/3.5L II Objektiv, Verschlusszeit 1/160 Sek., Blende 1:10 und ISO 200. © Fernando Guerra

Das perfekte Allround-Objektiv von Canon für Architekturaufnahmen: Canon TS-E 24mm f/3.5L II

„Für den Einstieg in die Architekturfotografie eignet sich das Canon TS-E 24mm f/3.5L II Objektiv perfekt“, so Guerra. „Selbst wenn du nicht auf Anhieb das gesamte Gebäude ins Bild bekommst, schult es deine Fähigkeiten. Wenn man versucht, Probleme zu lösen, und wirklich lernen möchte, wie man Architektur fotografiert, ist das 24mm das beste Objektiv. Es eignet sich auch besser für Anfänger als ein Weitwinkelobjektiv, welches Verzerrungen verursachen kann. Wenn ich eine lange Brennweite brauche, ist das 24mm perfekt, da es nahezu keine Verzerrung erzeugt, was großartig ist.“

Canon TS-E 24mm 1:3,5L II

Das TS-E 24mm f/3.5L II überzeugt mit einer exzellenten Abbildungsqualität bis in die Bildränder. Ein unabhängig voneinander rotierender Tilt-und-Shift-Mechanismus ermöglicht zahlreiche kreative Einsatzmöglichkeiten.

„Das Canon TS-E 24mm f/3.5L II ist ein leistungsstarkes TS-E Objektiv für den täglichen Gebrauch“, erklärt Burnhill. „Es bietet einen recht weiten Winkel, eine beeindruckende Qualität und eine Vielzahl von Bewegungen, sodass du das Objektiv nach oben bewegen kannst, um Parallaxenfehler zu vermeiden, oder es neigen kannst, um die Schärfentiefe für Architekturbilder zu erhöhen.

Diese Objektive verfügen über hochleistungsfähige UD-Glaslinsen (Ultra Low Dispersion), die chromatische Aberrationen verhindern. Das ist bei der Architekturfotografie besonders wichtig, da man oft harte Kanten eines Gebäudes vor dem Himmel fotografiert, wo diese Farbsäume entstehen können. Die SWC-Beschichtung bietet maximale Leistung, um Lichtreflexionen und Geistereffekte zu verhindern, die das Bild beeinträchtigen. Zudem verbessern die großen asphärisch geschliffenen Linsen die Schärfe im gesamten Bild.“

Gelbe Außentreppe an Gebäude vor blauem Himmel.

Maurice betont die Vorteile des großen RF Bajonetts der Canon EOS R5 beim Fotografieren von Architektur mit einem Tilt-und-Shift-Objektiv wie dem TS-E 17mm f/4L. „Der Bildkreis ist im Falle eines Tilt-und-Shift-Objektivs sehr groß. Das bedeutet, die kamerainterne Bildstabilisierung kann den Sensor in einem größeren Winkel bewegen, um Erschütterungen auszugleichen“, erklärt er. Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 mit einem Canon TS-E 17mm f/4L Objektiv bei 1/4 Sek., Blende 1:6,3 und ISO 100. © Fernando Guerra

Das perfekte Canon Weitwinkelobjektiv für Profis: das Canon TS-E 17mm f/4L

„Wenn man Architektur fotografiert, möchte man natürlich alles auf das Foto bekommen. Normalerweise hat man aber nicht viel Platz, da man beim Fotografieren auf der Straße steht und ein großes Gebäude vor der Nase hat“, sagt Guerra. „Als das Canon TS-E 17mm f/4L auf den Markt kam, hat es mein Leben völlig verändert. Plötzlich konnte ich Hochhäuser in einem Foto aufnehmen, wofür ich bisher 300 m Abstand nehmen musste. Ich glaube auch, dass es die Architekturfotoszene für immer verändert hat, da das 17mm zusammen mit dem Canon TS-E 24mm f/3.5L II heute die Grundlage für Architekturaufnahmen bildet.“

Das Canon TS-E 17mm f/4L Objektiv.

Canon TS-E 17mm 1:4L

Minimierte Bildverzeichnung und exzellente Abbildungsqualität von der Bildmitte bis zum Rand: Das TS-E 17mm f/4L ist eine Empfehlung für die Architekturfotografie; ein unabhängig voneinander rotierender Tilt- und Shift-Mechanismus sorgt für vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

„Die einzige Regel in der Architekturfotografie ist, dass vertikale Linien gerade bleiben müssen. Mit einem Weitwinkelobjektiv ist es einfach, die Proportionen eines Gebäudes zu verändern. Ich betrachte mich jedoch als Botschafter. Ich kann daher ein Gebäude, das ich fotografieren soll, nicht in ein anderes verwandeln. Mit den TS-E Objektiven stehen mir Til-und-Shift-Funktionen zur Verfügung. So kann ich das Objektiv nach oben verschieben, damit es im Verhältnis zum Gebäude gerade bleibt, und dann das Gebäude ganz in die Komposition einfügen.“

„Das Canon TS-E 17mm f/4L bietet das größte Gesichtsfeld aller auf dem Markt erhältlichen Tilt-und-Shift-Objektive und eignet sich somit ideal für Innenräume oder große Gebäude, in denen es schwierig sein kann, alles einzufangen“, fügt Burnhill hinzu. „Zudem ist die Verzerrung für ein so weites Objektiv sehr gering. Architekturfotos müssen schön und interessant, aber gleichzeitig auch absolut präzise sein. Schließlich sollen die Gebäude sich nicht verbiegen oder die Geometrie des Architekten ändern, nur weil das Objektiv ihnen einen schöneren Look verleiht. Bei vielen Weitwinkelobjektiven entstehen eine gewisse Krümmung und ein größerer Raumeffekt. Dies ist ein wichtiges Objektiv, da ein Profi damit das Gebäude so zeigen kann, wie es vom Architekten erdacht wurde.“

Person im Inneren eines großen, grauen, geometrischen Bauwerks.

„Das Canon TS-E 17mm f/4L hat das größte Gesichtsfeld aller Tilt-und-Shift-Objektive auf dem Markt", so Burnhill. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5DS R mit einem Canon TS-E 17mm f/4L Objektiv bei 1/20 Sek., Blende 1:10 und ISO 200. © Fernando Guerra

Eine Person auf einem Fahrrad fährt an einem grauen geometrischen Bauwerk vorbei.

„Nicht die Gebäude lösen Begeisterung in mir aus, sondern die Menschen, Geschichten und Charaktere“, erzählt Guerra. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5DS R mit einem Canon TS-E 50mm f/2.8L MACRO Objektiv, Verschlusszeit 1/125 Sek., Blende 1:8 und ISO 200. © Fernando Guerra

Das perfekte Objektiv für Menschen und Gebäude: das Canon TS-E 50mm f/2.8L MACRO

„Das Canon TS-E 50mm f/2.8L MACRO ist ein sehr gutes Porträtobjektiv“, so Guerra. „In der Praxis kann es vorkommen, dass ich eine Person im Haus fotografieren oder plötzlich ein Porträt des Architekten aufnehmen muss. Für diese Zwecke ist dieses Objektiv hervorragend, wobei ich sagen muss, dass ich aktuell öfter das kleinere Canon RF 50mm F1.8 STM dabei habe. Wenn ich die Zuschnittmodi verwende, kann ich es auf Knopfdruck auch in ein wirklich gutes 80-mm-Objektiv verwandeln. Als Architekt liegt es auf der Hand, dass ich Architektur liebe. Aber das ist nicht wirklich der Grund, warum ich das tue, was ich tue. Ich fotografiere gern Menschen in ihrer Umgebung.“

Canon TS-E 50mm f/2.8L Macro

Das kompakte Tilt-und-Shift-Spezialobjektiv mit 50mm Brennweite ermöglicht die Steuerung der Schärfentiefe für besonderes scharfe Landschafts- und Architekturaufnahmen.

Burnhill sagt: „Eines unserer neueren Objektive, das Canon TS-E 50mm f/2.8L MACRO, verfügt über einen viel größeren Bewegungsbereich als Weitwinkelobjektive über die gesamte Brennweite. Das Tolle an den Tilt-und-Shift-Objektiven von Canon ist, dass sie sich drehen lassen, sodass sie vielseitiger eingesetzt werden können. Wenn man ein hohes Gebäude aufnehmen, aber gleichzeitig den Weg erfassen möchte, kann man mit diesem Objektiv die Feldtiefe durch Neigen erhöhen, um die Schärfe zu maximieren, und es dann verschieben, damit das gesamte Gebäude in das Bild passt. Mit anderen auf dem Markt erhältlichen Tilt-und-Shift-Objektiven ist nur eine dieser Bewegungen möglich.“

„Je kleiner die Blende, desto weicher das Bild, da dadurch die Feldtiefe erhöht wird. Der Vorteil eines TS-E Objektivs besteht darin, dass du die Optik in einen Winkel neigen kannst, um mehr Schärfe im gesamten Bild zu erzielen, indem du die Optik in einen ähnlichen Winkel wie die Landschaft vor dir bewegst. Daher musst du nicht mehr die kleinste Blendenstufe einstellen, damit alles scharf ist. Die beste optische Schärfe erreichst du mit dem Blendenbereich in der Mitte des Objektivs. So kannst du die schärfste Blende verwenden und dennoch eine maximale Feldtiefe erreichen, wodurch du die Auflösung deines Bildes erhöhst.“

Das perfekte Objektivzubehör für Architekturfotografen: Canon Drop-In Filter Mount Adapter EF-EOS R

Guerra nutzt den Drop-In Filter Mount Adapter EF-EOS R, um seine TS-E Objektive mit EF Adapter an das RF Bajonett seiner Canon EOS R5 anzubringen. „Ich würde es schrecklich finden, wenn Canon ein TS Objektiv mit nativem RF Bajonett herausbringen würde“, findet er. „Für Architekturfotografen ist es einfach toll, Einsteckfilter für den Mount Adapter nutzen zu können!

Ich nutze jeden einzelnen Tag polarisierende Filter, und außerdem verwende ich oft einen ND-Filter, wenn ich Gebäude in vollen Straßen fotografiere. Wenn ich keine Menschen oder Fahrzeuge in der Aufnahme haben will, kann ich die Belichtung auf über eine Minute festlegen, dann sieht man bewegte Autos oder Leute nicht mehr.“

Maurice merkt an, dass der Drop-In Filter Mount Adapter EF-EOS R besonders praktisch bei Objektiven ist, an denen sich vorne nur schwer ein Filter anbringen lässt. „Das Canon TS-E 17mm f/4L etwa verfügt über kein flaches Frontelement. Hier würde man ein entsprechendes Filtersystem brauchen. Und weil es sich um einen Einsteckfilter handelt, hat man auch nicht das Problem, dass eine Vignettierung entsteht, wie sie für vorne an Weitwinkel- oder Ultraweitwinkel-Objektiven angebrachten Filtern typisch ist.“

Canon Adapter mit Einsteckfilter-Halter EF-EOS R

Der EF-EOS R Adapter mit Einsteckfilterhalter bietet die gleiche Funktionalität wie der EF-EOS R Standard-Adapter mit der zusätzlichen Möglichkeit zur Anbringung von Einsteckfiltern. Damit muss der Filter nicht mehr vorn am Objektiv angebracht werden, was besonders bei der Verwendung von Weitwinkelobjektiven mit einer großen Frontlinse sehr vorteilhaft ist.
Frontalaufnahme mehrerer Gebäude mit vorstehenden Fenstern an einem sonnigen Tag.

„Ich liebe dieses Objektiv, weil es so klein ist und ich es einfach in meine Tasche werfen kann“, so Guerra über das Canon RF 50mm F1.8 STM. Mit innovativer Optik und einem sehr leisen STM-Motor entdeckst du spielend ganz neue Möglichkeiten. Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 und einem Canon RF 50mm F1.8 STM Objektiv, Verschlusszeit 1/6.000 Sek., Blende 1:1,8 und ISO 100.

Das perfekte Objektiv zum Kombinieren von Porträts und architektonischen Details: Canon RF 50mm F1.8 STM

Guerra hat seiner Ausrüstung ein Canon RF 50mm F1.8 STM Objektiv hinzugefügt. Dieses nutzt er oft anstelle seines Canon TS-E 50mm f/2.8L MACRO. „Manchmal muss ich Porträts von Architekten machen oder Gebäudedetails in Innenräumen aufnehmen. Das mache ich gerne aus der freien Hand. Eine Blende von 1:1,8 ermöglicht mir hier mehr Spielraum und Kompositionen, die sich sehr von den Möglichkeiten mit 17-mm- oder 24-mm-Objektiven unterscheiden. Und wenn ich ein Porträt machen muss, aktiviere ich einfach die Zuschnittoption der Canon EOS R5 und bekomme dadurch in etwa das Äquivalent eines 80-mm-Objektivs. Perfekt für meine Bedürfnisse“, erzählt er.

Canon RF 50mm F1.8 STM

Das RF 50mm F1.8 STM ist klein, leicht und erschwinglich. Mit einer Blende von 1:1,8 ist es ideal bei wenig Licht und ermöglicht die kreative Steuerung der Schärfentiefe.

„Als erstes Objektiv mit Festbrennweite entdecken die meisten Leute eines mit 50 mm und 1:1,8“, ergänzt Maurice. „Die EF Version ist sehr erschwinglich, und die maximale Blende von 1:1,8 bietet interessante kreative Möglichkeiten, da man damit gut Hintergrundunschärfe erzeugen kann und auch bei wenig Licht gut zurechtkommt. Das Canon RF 50mm F1.8 STM haut genau in dieselbe Kerbe, bietet aber eine höhere Qualität und eine kompakte Größe. Es ist praktisch, problemlos zu verstauen und dabei ein sehr leistungsstarkes Werkzeug.“

Weitere interessante Canon RF Objektive

Rustikaler Innenraum einer gemütlichen Bar mit Sofas, Holztischen und Stühlen in verschiedenen Braun-, Gelb- und Grüntönen. Der Raum ist mit Lampen und Topfpflanzen dekoriert.

Das Canon RF 24mm F1.8 MACRO IS STM ist ein Weitwinkelobjektiv mit Festbrennweite. Es bietet eine maximale Blende von 1:1,8, Bildstabilisierung und Makro-Fokussierungsfunktionen. Aufgenommen mit einer Canon EOS R6 mit einem Canon RF 24mm F1.8 MACRO IS STM Objektiv bei 24 mm, Verschlusszeit 4 Sek., Blende 1:5,6 und ISO 100.

Von unten aufgenommene kunstvolle Decke mit kreisförmigen Glasscheiben und bunter Glasmalerei.

Das Canon RF 15-30mm F4.5-6.3 IS STM ist ein innovatives Ultraweitwinkel-Zoomobjektiv mit 5,5-Stufen-Bildstabilisator für Architektur- und Landschaftsfotografie ohne Stativ. Aufgenommen mit einer Canon EOS R6 und einem Canon RF 15-30mm F4.5-6.3 IS STM Objektiv bei 15 mm, Verschlusszeit 1/6 Sek., Blende 1:8 und ISO 100.

Die besten Optionen zum Fotografieren von Gebäuden mit kleinem Budget

Wenngleich sich TS-E Objektive besonders gut für Architekturfotografie eignen, gibt es auch einige Weitwinkel- und Ultraweitwinkel-Objektive in der RF Produktreihe, mit denen man auch bei knapperem Budget Innenräume und Stadtszenen einfangen kann. „Ein Beispiel ist das Canon RF 24mm F1.8 MACRO IS STM“, so Maurice. „Es handelt sich um ein kleines, leichtes Produkt für alle, denen die Optik einer Brennweite von 24 mm gefällt. Die Kombination aus Makro und Weitwinkelobjektiv ist spannend. So kann man nahe an ein Motiv oder Detail heran und es im Kontext präsentieren. Mittlerweile kann man ein Set aus RF Objektiven mit Festbrennweite mit den üblichen Brennweiten 24 mm, 35 mm, 50 mm und 85 mm kaufen. Alle davon ähneln sich in Größe und Gewicht und bieten IS, Makro und dazu noch eine höhere Qualität als ihre EF Pendants.

Viele Fotografen schätzen Ultraweitwinkel-Zoom, weil er ihnen ausreichend Flexibilität zum Ablichten von Architektur, Innenräumen und Ereignissen gewährt. Das Objektiv Canon RF 15-30mm F4.5-6.3 IS STM ist hierbei eine vielseitige und erschwingliche Option. Die maximale Blende ist vielleicht einen Tick zu dunkel, aber Architektur und Landschaften werden oft mit 1:8 fotografiert. Würde man ein Objektiv mit 1:4 oder 1:2,8 nutzen, würde man dessen Kapazität oft nicht ausreizen.“

„Wenn man es auf ein helleres Ultraweitwinkel-Objektiv abgesehen hat, gibt es noch das Canon RF 16mm F2.8 STM“, erklärt Maurice weiter. „Bei dieser Brennweite scheiden sich die Geister ein wenig, weil manche finden, dass man damit unter 24 mm nicht mehr gut arbeiten kann. Aber das ist Geschmackssache.“

Zwei Kinder entspannen sich in einem eleganten Raum. In den Holzboden ist ein Innenpool eingelassen. Ein deckenhohes Glasfenster ermöglicht den Blick in eine ländliche Idylle.

Neben seinen Canon Tilt-und-Shift-Objektiven für Architektur liebt Guerra auch die Vielseitigkeit des günstigen Zoomobjektivs RF 24-240mm F4-6.3 IS USM, das er für diese Aufnahme eines Innenpools genutzt hat. Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 und einem Canon RF 24-240mm F4-6.3 IS USM Objektiv bei 24 mm, Verschlusszeit 1/125 Sek., Blende 1:14 und ISO 160. © Fernando Guerra

Eine Person kauert unter einem Dach aus Holzlatten, das Schattenlinien auf den Boden und an die Wand wirft.

„Mit der Zuschnitt-Aufnahmefunktion der EOS R5 kann ich mit einem simplen Knopfdruck schon beinahe ein 400-mm-Objektiv imitieren“, erzählt Guerra über die Verwendung seiner EOS R5 mit dem Canon RF 24-240mm F4-6.3 IS USM. Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 mit einem Canon RF 24-240mm F4-6.3 IS USM Objektiv bei 80 mm, Verschlusszeit 1/80 Sek., Blende 1:18 und ISO 320. © Fernando Guerra

Ein weiteres Objektiv, das Guerra häufig verwendet, ist das Canon RF 24-240mm F4-6.3 IS USM. „Dieses Zoomobjektiv ist eher für Hobby-Fotografen gedacht, aber ich nehme es sehr gerne für Gebäudedetails oder weit entfernte Szenen“, erklärt er.

Schließlich empfiehlt Guerra noch sein Lieblingsobjektiv für Straßenfotografie, die er schon betreibt, seit er 16 war. „Ich bin bekannt dafür, dass ich die Straße und nicht nur das Gebäude in mein Bild einbeziehe, um meinem Motiv Leben und Bedeutung zu verleihen. Die Integration von Menschen in die Architektur bot mir auch neue Impulse im Architekturbereich. Wenn ich auf der Straße unterwegs bin, möchte ich die Aufmerksamkeit nicht auf mich lenken. Das Canon RF 35mm F1.8 MACRO IS STM ist besonders toll, weil es ein kleines Objektiv ist, das man einfach an einer Kamera befestigen und abends mitnehmen kann. So kann man Straßenaufnahmen machen, aber auch die Gebäude zeigen.“

„Als Einsteigerobjektiv für das EOS R System bietet das Canon RF 35mm F1.8 MACRO IS STM eine beeindruckende Bildqualität“, stimmt Burnhill zu. „Es ist für Makroaufnahmen geeignet, verfügt über eine schnelle Blendenöffnung und einen schnellen Stabilisator – und das alles in einem Paket, das kleiner ist als vergleichbare DSLR-Objektive. Es ist sehr kompakt und leicht, sodass du es diskret bei dir tragen kannst, fast wie ein Notebook, um selbst kleinste Details aufzunehmen. Es bietet auch einen leisen Modus, wenn du Menschen in dein Bild integrieren möchtest, ohne sie bei der Interaktion mit den Gebäuden und der Architektur zu stören.“

Canon EOS R Systemkameras ermöglichen Architekturfotografen die Freiheit, Design und Struktur von Gebäuden auf kreative neue Arten einzufangen. Der Wechsel zu einer Kamera wie der Canon EOS R5 bringt bedeutende praktische Vorteile mit sich, vom hochauflösenden Sensor und kamerainternen Zuschnittoptionen bis hin zu IBIS und dem dreh- und schwenkbaren Touchscreen.

Dazu kommt noch die Flexibilität durch RF Bajonett und Mount Adapter. „In der RF Produktreihe haben wir zwar keine Tilt-und-Shift-Objektive, aber das Weitwinkelsortiment wurde verbessert“, fügt Maurice hinzu. „Das Design des RF Bajonetts erleichtert die Herstellung von hochqualitativen Weitwinkel- und Ultraweitwinkel-Objektiven, und die Auswahl für Architekturfotografen ist größer.“

Verfasst von Lucy Fulford and Marcus Hawkins


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