Das Team hinter dem innovativen Design des Canon RF 14mm F1.4 L VCM. Von links nach rechts: Tatsuro Watanabe (optisches Design), Naoki Saito (elektrisches Design) und Nobuyuki Nagaoka (mechanisches Design).
Als Tatsuro Watanabe zu Canon kam, kündigte er an, er wolle „das perfekte Objektiv“ entwickeln. Rückblickend findet er die Ankündigung, die er bei seinem ersten Auftrag gemacht hat, etwas peinlich – aber gibt auch zu: „Insgeheim glaube ich, dass das RF 14mm F1.4 L VCM genau das sein könnte.“
Dieses bahnbrechende Ultraweitwinkelobjektiv mit Festbrennweite ist ein Meisterwerk der optischen und mechanischen Technik. Ein solches Objektiv wäre für eine DSLR unmöglich zu konstruieren gewesen: Es ist ultraweit, ultraschnell und angesichts seiner starken technischen Daten bemerkenswert kompakt.
Canons Umstellung auf spiegellose Kameras hat es möglich gemacht, Objektive zu entwickeln, die kleiner und leichter sind als je zuvor, sagt Tatsuro, der für das optische Design des RF 14mm F1.4 L VCM verantwortlich war. „Wir haben bisher das EF 14mm f/2.8L II USM für EOS DSLRs angeboten. Im Vergleich zu diesem Modell ist das RF 14mm F1.4 L VCM tatsächlich leichter, aber seine maximale Blende ist zwei Blendenstufen heller.
„Bei der Entwicklung des Objektivs haben wir uns vor allem auf seine Einsatzmöglichkeiten in der Sternenfotografie konzentriert – ein Genre, das ein lichtstarkes Ultraweitwinkelobjektiv mit einer Brennweite von etwa 14 mm erfordert, um sowohl den Sternenhimmel als auch irdische Motive in einem einzigen Landschaftsfoto festzuhalten. Das ermöglicht eine möglichst kurze Belichtungszeit und sorgt dafür, dass die Sterne als scharfe, deutliche Lichtpunkte erscheinen.“