Wenn du es gewohnt bist, mit deinem Smartphone zu fotografieren, kann sich die Anschaffung einer Canon EOS R Systemkamera wie ein Schritt in eine völlig neue Welt der Fotografie anfühlen. „Du wirst den Unterschied sofort bemerken“, sagt Canon Europe Product Manager Mark Kendrick. „Die Bilder springen beim Betrachten praktisch aus dem Bildschirm heraus.“ Die Details sind schärfer, die Farben und der Kontrast sind satter, und es gibt ein Gefühl von Tiefe, das die Bilder lebendig werden lässt.
Erste Schritte mit deiner Canon EOS Kamera und den Objektiven
Smartphone vs. Kamera: Warum die Ergebnisse so unterschiedlich aussehen
Smartphone-Kameras werden zwar immer raffinierter, aber eine „richtige“ Kamera bietet dir diverse überzeugende Vorteile. Da der Sensor bei einer Kamera größer ist, sind auch die einzelnen Pixel größer, weshalb sie spürbar mehr Licht einfangen. Das Ergebnis sind detailreichere und natürlicher wirkende Bilder – insbesondere bei wenig Licht. Das zeigt sich z.B., wenn einer deiner Lieben die Kerzen auf der Geburtstagstorte ausbläst oder bei einem Familientreffen am Abend. Das gilt unabhängig davon, wie viele Megapixel das Bild hat. Die hohen Megapixelzahlen, mit denen einige Smartphones prahlen, sind nämlich nicht die ganze Wahrheit: Du wirst den Unterschied erst richtig bemerken, wenn du das Bild vergrößerst (z.B. wenn du es ausdruckst), anstatt es einfach nur auf dem Bildschirm zu betrachten.
Apropos Vergrößerung: Kameras mit Wechselobjektiven haben in der Regel ein Zoomobjektiv im Lieferumfang. Das hat den großen Vorteil, dass es sich um dabei einen echten optischen Zoom handelt und nicht um einen digitalen. Heutige Smartphones verwenden oft mehrere fest integrierte Objektive mit kleineren Sensoren, um den Effekt des Vergrößerns zu simulieren. Beim Zoomen springt der Zoomfaktor dann von einer Stufe zur nächsten. Dazwischen beschneidet das Smartphone lediglich das Bild und vergrößert die Pixel, damit das Motiv näher erscheint. Das ist zwar eine praktische Lösung, führt aber unweigerlich zu einer Verringerung der Schärfe und der Details und damit zu körnigen oder unscharfen Bildern. Der optische Zoom holt das Motiv wirklich näher heran. So kannst du auch dann, wenn du selbst nicht näher herangehen kannst, einen Vogel in der Ferne oder das Geschehen auf dem Schulsportplatz einfangen – mit leuchtenderen Farben, mehr Schärfe und weicherer Hintergrundunschärfe, die das Motiv besser zur Geltung bringt.
Möchtest du mehr von einer spektakulären Landschaft, oder von einem großen Ereignis wie einer Familienhochzeit einfangen? Die Option, herauszuzoomen oder ein spezielles Weitwinkelobjektiv anzubringen, ermöglicht es, mehr auf das Bild zu bekommen. Dabei erhältst du scharfe und klare Fotos von der Bildmitte bis zu den Rändern – ganz ohne den gestreckten Look und die Verzerrung am Bildrand, die typischerweise durch Weitwinkeleffekte bei Smartphone-Aufnahmen entstehen. Wenn du z.B. die Braut und den Bräutigam in den Mittelpunkt stellen oder jemanden bei einem besonderen Anlass fotografieren möchtest – vielleicht am ersten Schultag deines Kindes –, hilft dir eine Kamera dabei, das Motiv hervorzuheben. Du kannst damit die Schärfentiefe steuern – also wie viel des Bildes scharf ist und wie schnell die Schärfe abfällt – und so eine natürlich wirkende Hintergrundunschärfe erzeugen, wodurch Porträts und Nahaufnahmen sofort professioneller wirken.
Insgesamt hast du bei einer Kamera viel mehr Kontrolle über alle wichtigen Elemente der Fotografie – und sie wird dir auch dabei helfen, diese zu verstehen und gezielt zu verwenden. Wenn du gerade von einem Smartphone auf eine Canon EOS Kamera umgestiegen bist, hast du dich wahrscheinlich für eines der einsteigerfreundlichen Canon Modelle EOS R100, EOS R50 oder EOS R10 entschieden. „Diese Kameras wurden speziell dafür entwickelt, das Fotografieren für jeden zugänglich zu machen“, sagt Mark. „Man nimmt sie in die Hand und kann sofort mit dem Fotografieren beginnen. Dabei hilft die Kamera dir, zu lernen und dich weiter zu entwickeln.“ Alle diese drei Kameras verfügen über einen Modus mit praktischen Tipps und Hinweisen, bei dem die Einstellungen während der Aufnahme leicht verständlich erklärt werden. Wechselst du den Modus, sagt dir die Kamera, wofür er gedacht ist. So kannst du dich während der Verwendung der Kamera ganz einfach mit Elementen wie Bildkomposition, Belichtung und Beleuchtung vertraut machen.
Wenn du von einem Smartphone zu einer Kamera des Canon EOS R Systems wechselst, profitierst du u.a. von dem größeren Sensor, der mehr Licht und Details einfängt und für sattere Farbtöne und schärfere Ergebnisse bei allen Lichtverhältnissen sorgt.
Das im Lieferumfang der Kamera enthaltene Kit-Objektiv ist in der Regel ein Zoomobjektiv, das dir mit dem optischen Zoom enorme Vorteile bietet. Du kannst damit herauszoomen, um ein weiteres Motiv zu erfassen, oder hineinzoomen, um das Motiv näher heranzuholen – und das im Gegensatz zum Digitalzoom eines Smartphones ohne Einbußen bei der Bildqualität.
Fotografie-Grundlagen leicht gemacht
Bei der Bildkomposition geht es darum, wie du deine Aufnahme in Szene setzt und die Elemente im Bild so ausbalancierst, dass der Blick des Betrachters auf den wichtigsten Teil des Bildes gelenkt wird. Das Hinein- und Hinauszoomen (Verändern der Brennweite) ist dabei ein wichtiger Aspekt – aber nicht der einzige. Viele Fotografen wenden zunächst die Drittel-Regel an: Man stellt sich vor, dass das Bild in neun gleich große Rechtecke unterteilt ist, und positioniert die Hauptmotive entlang der Trennlinien oder dort, wo diese sich kreuzen. Einige Canon EOS Kameras bieten die Möglichkeit, solche Gitterlinien auf dem LCD-Bildschirm einzublenden, um die Orientierung zu erleichtern. Andere Grundprinzipien wie Führungslinien, Symmetrie und natürliche Rahmungen helfen, den Blick des Betrachters zu lenken und geben den Bildern Struktur und Tiefe.
Die Belichtung bestimmt, wie hell oder dunkel ein Bild erscheint, und ist entscheidend für Stimmung und Klarheit. Wenn ein Bild überbelichtet ist, wirkt es verwaschen, und die Glanzlichter verlieren an Details. Unterbelichtete Aufnahmen wirken dagegen zu dunkel, und die Schatten verschlucken wichtige Teile der Szene.
Die Belichtung wird durch das so genannte Belichtungsdreieck bestimmt. Es zeigt die Beziehung zwischen Blende (wie weit die Blendenlamellen im Objektiv geöffnet sind), Belichtungszeit (wie lange der Verschluss geöffnet ist) und ISO-Wert (die Einstellung der Empfindlichkeit). Bei deiner Canon EOS Kamera kannst du alle drei Parameter selbst einstellen. So kannst du genau festlegen, wie viel Licht auf den Kamerasensor trifft und wie hell das Bild aussehen wird.
Die Belichtungszeit bestimmt auch, wie die Kamera Bewegungen festhält. Eine kurze Belichtungszeit (z.B. 1/1.000 Sek.) friert Bewegungen ein, was sich perfekt für Action-Aufnahmen oder energiegeladene Momente eignet. Eine lange Belichtungszeit (z.B. 1/30 Sek. oder länger) kann Bewegungen kunstvoll verwischen. Das ist ideal, um den Eindruck von fließendem Wasser einzufangen, Lichtspuren zu erzeugen oder einer belebten Straßenszene ein Gefühl von Dynamik zu verleihen.
Mit diesen Werkzeugen hast du die kreative Kontrolle, eine Szene genau so einzufangen und eine Geschichte genau so zu erzählen, wie du sie dir vorstellst. In unserem Leitfaden für den Einstieg in die Fotografie kannst du mehr über die Grundlagen der Fotografie erfahren.
Ein Teleobjektiv wie das Canon RF-S 55-210mm F5-7.1 IS STM bringt das Geschehen näher heran und ist damit ideal für Wildtiere, Sportveranstaltungen und Schnappschüsse, bei denen man nicht nah an das Motiv herangehen kann. Aufgenommen mit einer Canon EOS R50 und einem Canon RF-S 55-210mm F5-7.1 IS STM Objektiv bei 210 mm, 1/400 Sek., F7.1 und ISO 4.000.
Ein Ultraweitwinkelobjektiv wie das Canon RF-S 10-18mm F4.5-6.3 IS STM eröffnet neue Möglichkeiten für die Reisefotografie, für Landschaften und sogar für Innenräume, da es die volle Atmosphäre einer Szene einfängt – was man mit einem Kit-Objektiv häufig nicht erreichen kann. Aufgenommen mit einer EOS R7 und einem Canon RF-S 10-18mm F4.5-6.3 IS STM Objektiv bei 10 mm, 1/320 Sek., F10 und ISO 200.
Die Vorteile eines weiteren Objektivs
Die besonders einsteigerfreundlichen Kameramodelle des Canon EOS R Systems, EOS R100, EOS R50 und EOS R10, werden in der Regel mit einem Kit-Objektiv wie dem Canon RF-S 18-45mm F4.5-6.3 IS STM, einem vielseitigen Allround-Zoomobjektiv, geliefert. Diese Kit-Objektive sind so konzipiert, dass sie einen nützlichen Brennweitenbereich bieten: genug Weitwinkel, um Landschaften und Gruppenaufnahmen und genug lange Brennweiten, um Porträts und Reisebilder aufzunehmen. Sie sind leicht und einfach zu handhaben und helfen dir zu erkunden, wie die Brennweite das Aussehen deiner Bilder verändert.
Die meisten Fotografen kommen irgendwann jedoch an den Punkt, an dem sie mehr wollen. Vielleicht zoomst du das Geschehen beim Schulsporttag heran, wünschst dir aber, noch näher heranzukommen, oder deine Landschaftsaufnahmen zeigen nicht so viel von der Szene, wie du es gerne hättest, oder du bist dabei, die Magie der attraktiven Hintergrundunschärfe bei Porträtaufnahmen zu entdecken. In all diesen Fällen wird ein zusätzliches Objektiv in deiner Ausrüstungstasche zum Schlüssel, um ein ganz neues Potenzial zu erschließen.
Du möchtest weit entfernte Motive näher heranholen, z.B. Familie, Sport, Wildlife oder bei Schnappschüssen? „Das RF-S 55-210mm F5-7.1 IS STM ist ideal für alle, die mehr Reichweite wünschen, ohne zu viel Gewicht mit sich herumtragen zu müssen“, so Mark. „Man kann das gesamte Geschehen vom Spielfeldrand aus einfangen und trotzdem scharfe Details erhalten.“
- Entdecke Objektive, die das Motiv näher heran bringen
Du möchtest bei deinen Aufnahmen mehr von einer Szene einfangen? Das RF-S 10-18mm F4.5-6.3 IS STM ist ein kompaktes Ultraweitwinkel-Zoomobjektiv für Reisen, Innenräume und dramatische Landschaften. Es hat zudem einen Makro-Modus für detailreiche Nahaufnahmen. „Es ist klein, leicht und unglaublich vielseitig, so dass es sich hervorragend für Reisen oder zum Einfangen der Stimmung einer ganzen Szene eignet“, sagt Mark.
- Objektive, mit denen man mehr aufs Bild bekommt
Du möchtest professionell wirkende Porträts und mehr Details bei wenig Licht einfangen? Das RF 50mm F1.8 STM sorgt für eine attraktive Hintergrundunschärfe, einen exzellenten Fokus und herausragende Aufnahmen. „Es ist erstaunlich preisgünstig und kompakt und sorgt für den professionellen Look, den man mit einem Smartphone nicht erreichen kann“, sagt Mark.
- Objektive für schärfere Porträts
Ob ein größeres Sichtfeld, eine bessere Leistung bei wenig Licht oder eine sanftere Hintergrundunschärfe – ein zusätzliches Objektiv eröffnet neue kreative Möglichkeiten und hilft dir, neue Perspektiven und Motive zu entdecken. Es ist wie ein sofortiges Upgrade für deine gesamte Fotografie.
Mit nur einem zusätzlichen Objektiv kannst du deinen kreativen Spielraum bereits erheblich erweitern. Das RF Bajonett ist bei allen Kameras des EOS R Systems identisch, damit du unabhängig von deinem Kameramodell aus dem stets weiter wachsenden Angebot an RF und RF-S Objektiven wählen kannst.1
So wählt man ein Objektiv aus
Wenn du dich fragst, wo du anfangen sollst, hilft dir Marks Rat ganz einfach weiter: „Führe dir vor Augen, wo genau dich dein derzeitiges Objektiv einschränkt. Versuchst du immer, weiter heranzuzoomen? Oder würdest du gern mehr aufs Bild bekommen? Das ist dann dein Hinweis darauf, welches Objektiv du als Nächstes anschaffen solltest."
Erfahre alles, was du über die Auswahl eines Objektivs wissen musst und schau dir unsere praktischen Leitfäden zu Objektiven für verschiedene Anforderungen an.
Bei der Anschaffung eines zusätzlichen Objektivs geht es nicht unbedingt darum, das vorhandene zu ersetzen. Betrachte es als Erweiterung deiner Möglichkeiten. „Ein einziges zusätzliches Objektiv kann die Art und Weise verändern, wie man alltägliche Momente festhält“, sagt Mark. Ganz gleich, ob du das erste Tor deines Kindes, die ganze Weite eines Bergpanoramas oder das Funkeln in den Augen eines Menschen festhalten möchtest – du wird die Anschaffung nicht bereuen.
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Alles, was man über Objektive wissen muss
Entdecke Objektive, die das Motiv näher heran bringen
Objektive, mit denen man mehr aufs Bild bekommt
Objektive für schärfere Porträts
Erkunde die Canon Objektive und finde das für dich passende Modell
Geschrieben von Jeff Meyer und Alex Summersby
- Nahezu alle RF und RF-S Objektive können mit einer EOS R Systemkamera verwendet werden. Ausnahmen sind hier bestimmte Spezialobjektive wie z.B. die Canon DUAL Objektive für immersive VR- und stereoskopische Aufnahmen, die man nur mit kompatiblen Kameras verwenden kann. Wenn ein RF-S Objektiv an einer Vollformatkamera angebracht wird, schneidet die Kamera das Bild automatisch auf das engere Sichtfeld des Objektivs zu.