Näher ran: die wichtigsten Details mit einem Teleobjektiv festhalten

Mit diesen preisgünstigen Teleobjektiven kannst du weit entfernte Landschaften, Wildlife und Familiensport-Veranstaltungen aus einiger Entfernung aufnehmen oder kleinere Details vergrößern.
Nahaufnahme eines Brillenvogels (Zosterops japonicus) auf einem von rosa Blüten umrahmten Zweig, aufgenommen mit einem Canon RF 75-300mm F4-5.6 Teleobjektiv.

Einige der schönsten Momente im Leben ereignen sich irgendwo in der Ferne – wenn dein Kind erstmals ein Tor schießt, wenn ein Raubvogel durch den Garten fliegt oder wenn das Lachen eines Freundes mitten auf dem Fest ertönt. Doch wenn man mit dem Smartphone in diese Szenen hineinzoomt, lösen sich diese entfernten Momente oft in verschwommene Pixel und digitales Rauschen auf. Hier kann ein spezielles Canon Teleobjektiv den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Mark Kendrick ist Produktmanager bei Canon Europe und erklärt: „Wenn du nicht nah an das Geschehen herangehen kannst – zu deinem Kind auf dem Fußballplatz oder einem wilden Tier auf den Feld – kannst du die Entfernung mit deiner Canon EOS R Systemkamera und einem Teleobjektiv überbrücken, indem du ganz nah heranzoomst und trotzdem ein scharfes, schönes Bild bekommst. Mit einem Smartphone kommst du an dieses Niveau an Klarheit nicht heran.“

Ein Blick auf eine grasbewachsene, felsige Landzunge, die sich ins Meer schlängelt und einen Leuchtturm am Ende in der Ferne. Aufgenommen mit einem Canon RF-S 55-210mm F5-7.1 IS STM Teleobjektiv bei 55 mm Brennweite.

Bei der Brennweite von 55 mm ist das Sichtfeld mit dem eines Standardobjektivs vergleichbar und die Perspektive entspricht der des menschlichen Auges. Aufgenommen mit einer Canon EOS R50 und einem Canon RF-S 55-210mm F5-7.1 IS STM Objektiv bei 55 mm, 1/320 Sek., F8 und ISO 100.

Eine wesentlich nähere Ansicht des Leuchtturms am Ende der Landzunge mit einem felsigen Ufer und großen Felsbrocken im Wasser unter ihm. Aufgenommen mit einem Canon RF-S 55-210mm F5-7.1 IS STM Teleobjektiv bei 210 mm Brennweite.

Die Canon Teleobjektive sind mit präzisionsgefertigten optischen Komponenten ausgestattet, die bei jeder Zoomstufe eine hervorragende Abbildungsqualität gewährleisten. Bei der Brennweite von 210 mm werden weit entfernte Details viel näher herangeholt und behalten ihre Schärfe. Aufgenommen mit einer Canon EOS R50 und einem Canon RF-S 55-210mm F5-7.1 IS STM Objektiv bei 210 mm, 1/400 Sek., F8 und ISO 100.

So funktioniert ein Teleobjektiv

Ein Teleobjektiv dient der Vergrößerung des Motivs und bringt weit entfernte Szenen viel näher heran. Während ein Weitwinkelobjektiv eine weitläufige Landschaft abbildet, kannst du mit einem Teleobjektiv Details isolieren – z.B. wilde Tiere an einem weit entfernten Berghang oder den Gesichtsausdruck deines Kindes auf dem Spielplatz. Teleobjektive decken in der Regel einen Brennweitenbereich von etwa 70 mm bis 400 mm oder noch viel mehr ab und bieten damit in einem Objektiv eine ganze Reihe von Perspektiven.

Je länger die Brennweite ist, desto schmaler ist das Bildfeld und desto höher ist die Vergrößerung. Dieser Komprimierungseffekt bringt nicht nur weit entfernte Motive näher heran, sondern kann auch einen Hintergrund schön unscharf und näher am Motiv erscheinen lassen. Das ist perfekt, um die Aufmerksamkeit auf das zentrale Motiv oder den entscheidenden Bereich einer Szene zu lenken.

Teleobjektive von Canon arbeiten mit einem optischen Zoom. Das Objektiv verlagert seine optischen Linsen physisch, um das Motiv näher heranzuholen, und vergrößert nicht einfach nur die Pixel, wie das beim digitalen Zoom eines Smartphones der Fall ist. Das sorgt selbst bei maximaler Zoomstufe für kristallklare Bilder in voller Auflösung. In Kombination mit den renommierten Autofokus-Systemen von Canon ist eine schnelle und präzise Fokussierung möglich, auch bei sich schnell bewegenden oder weit entfernten Motiven.

Das mit einer Brennweite von 18 mm aufgenommene Bild zeigt grasbewachsene Hügel, die zu einer Bucht an der Küste führen, in der Entfernung sind einige Gebäude zu sehen.
Das mit einer Brennweite von 24 mm aufgenommene Bild zeigt grasbewachsene Hügel, die zu einer Bucht an der Küste führen, in der Entfernung sind einige Gebäude zu sehen.
Das mit einer Brennweite von 45 mm aufgenommene Bild zeigt eine Bucht am Meer, mit einer Grasfläche im Vordergrund und einigen Gebäuden in mittlerer Entfernung.
Das mit einer Brennweite von 75 mm aufgenommene Bild zeigt einige Gebäude an einer Bucht am Meer mit einem grasbewachsenen Hügel dahinter.
Das mit einer Brennweite von 100 mm aufgenommene Bild zeigt einige Gebäude an einer Bucht am Meer mit einem grasbewachsenen Hügel dahinter.
Das mit einer Brennweite von 200 mm aufgenommene Bild zeigt eine Bootswerft mit einem hohen Zaun und einigen Gebäuden neben einer Bucht an der Küste, hinter der sich ein grasbewachsener Hügel erhebt.
Das mit einer Brennweite von 300 mm aufgenommene Bild zeigt eine Bootswerft mit einem hohen Zaun und einigen Gebäuden im Vordergrund dahinter erscheint ein Hügel und weiter hinten das Meer.

Kurze Brennweite

Lange Brennweite

Man beachte dabei, dass eine APS-C-Kamera wie die EOS R100, EOS R50 oder EOS R10, die Reichweite eines Objektivs automatisch erhöht. Das liegt daran, dass ein APS-C-Sensor kleiner ist als ein Vollformatsensor, so dass das vom Objektiv projizierte Bild einen größeren Teil des Bildes ausfüllt. Dies hat den gleichen Effekt wie das Heranzoomen und erhöht bei Canon APS-C-Kameras die effektive Brennweite eines Objektivs um das 1,6-fache. Das bedeutet, dass die Aufnahme mit einem 100-mm-Standardobjektiv an einer APS-C-Kamera das gleiche Bildfeld abbildet, wie die Aufnahme mit einem 160-mm-Teleobjektiv an einer Vollformatkamera (100 x 1,6 = 160). Wenn du eine APS-C-Kamera hast, multiplizierst du die angegebenen Brennweiten aller Objektive, einschließlich der RF-S Objektive, mit dem Faktor 1,6 – APS-C bringt das Motiv also sofort noch näher ran!

Darüber hinaus sind Teleobjektive aber nicht nur für weit entfernte Motive geeignet. Sie sind auch hervorragend geeignet, um versteckte Details in der Nähe zu erkennen. Viele der Canon Teleobjektive verfügen über eine überraschend kurze Naheinstellgrenze. Das bedeutet, dass sie auch Objekte fokussieren können, die sehr nah sind, was man bei einem Objektiv mit langer Brennweite kaum glauben würde. Auf diese Weise kannst du auch kleine Motive wie Blumen, Schmuck oder Lebensmittel aus einem gewissen Abstand bildfüllend abbilden.

Stell die vor, du fotografierst einen Schmetterling, der sich auf einer Blume ausruht. Mit einem Teleobjektiv kannst du weit genug zurücktreten, um ihn nicht zu stören, und dennoch jede Schuppe auf seinen Flügeln detailgetreu einfangen. Oder stell dir vor, du machst eine Nahaufnahme von Latte Art an einem Cafétisch. Dank des bereits erwähnten Komprimierungseffekts isoliert die weiche Hintergrundunschärfe das Motiv auf wunderbare Weise und verleiht ihm ein professionell ausgefeiltes Aussehen.

Action-Foto eines jungen Fußballspielers, der sich mit einem Fuß fast waagerecht zum Boden zwischen anderen Spielern nach dem Ball streckt. Aufgenommen mit einem Canon RF 75-300mm F4-5.6 Teleobjektiv bei 230 mm Brennweite.

Mit einem Teleobjektiv lassen sich Motive aus der Ferne festhalten, ohne dass dabei Details verloren gehen – perfekt für Sportaufnahmen vom Spielfeldrand aus oder bei Familienfeiern, bei denen man nicht stören will. Aufgenommen mit einer Canon EOS R100 und einem Canon RF 75-300mm F4-5.6 Objektiv bei 230 mm, 1/1.250 Sek., F5.6 und ISO 400.

Drei farbenprächtige Flamingos im flachen Wasser, zwei von ihnen auf einem Bein stehend und den Kopf unter den Flügel geklemmt, fotografiert mit einem Canon RF 100-400mm F5.6-8 IS USM Teleobjektiv bei einer Brennweite von 400 mm.

Das RF 100-400mm F5.6-8 IS USM bietet eine große Zoomreichweite in einem leichten Gehäuse und ist damit ideal für Reise- oder Wildlife-Aufnahmen, bei denen man nicht nah an das Motiv herangehen kann. Aufgenommen mit einer Canon EOS R100 und einem Canon RF 100-400mm F5.6-8 IS USM Objektiv bei 400 mm, 1/250 Sek., F8 und ISO 1.600.

Die Stärke des Bildstabilisators

Wenn man zum ersten Mal mit einem Teleobjektiv fotografiert, lernt man schnell, dass beim Heranzoomen eines weit entfernten Motivs auch jedes kleine Zittern und jede Bewegung der Hände vergrößert wird. Selbst die natürliche Bewegung des Körpers beim Atmen oder eine leichte Brise können zu Unschärfen in deinen Aufnahmen führen. Hier kommt der Bildstabilisator (IS) von Canon ins Spiel.

Das Canon IS-System arbeitet mit winzigen Bewegungssensoren im Objektiv, die Verwacklungen in Echtzeit erkennen. Diese Sensoren senden Signale an eine Reihe optischer Linsen im Objektiv, die sich um Bruchteile eines Millimeters verschieben, um diese Bewegung auszugleichen. Das alles geschieht sofort und sorgt sogar aus der freien Hand für ruhige, scharfe Aufnahmen.

Das bedeutet, dass du gestochen scharfe Fotos machen kannst, ohne ein Stativ zu verwenden – ideal für alle, die Sport-, Wildlife- oder Reise-Aufnahmen machen wollen. „Der Bildstabilisator nimmt den Stress bei Aufnahmen aus der freien Hand“, erklärt Mark. „Mit dem IS übernimmt das Objektiv einen wichtigen Teil der Arbeit. Du brauchst kein Stativ und musst auch nicht die ganze Zeit den Atem anhalten. Du wählst einfach den Bildausschnitt und fotografierst.“

Einige Kameras des Canon EOS R Systems verfügen auch über eine kamerainterne Bildstabilisierung (IBIS), die Verwacklungen ausgleicht, indem der Kamerasensor entsprechend verschoben wird. Wenn diese Kameras mit dem optischen Stabilisator im Objektiv kombiniert werden, arbeiten die beiden Systeme zusammen und sorgen für eine noch bessere Reduzierung von Verwacklungsunschärfen. Das bedeutet, dass du aus der freien Hand mit viel längeren Belichtungszeiten bzw. bei wenig Licht fotografieren kannst, ohne dass die Bilder unscharf werden.

Ein Action-Foto von einem Pembroke Welsh Corgi, der mit allen vier Pfoten in der Luft über ein Hindernis springt – Kopf und Augen sind perfekt fokussiert. Aufgenommen mit einem RF 100-400mm F5.6-8 IS USM Teleobjektiv bei Brennweite 400 mm.

Das Canon RF 100-400mm F5.6-8 IS USM Objektiv bietet einen modernen optischen Bildstabilisator und eine große Reichweite – ideal zum Einfrieren sich schnell bewegender Motive oder weit entfernter Details in gestochen scharfer Qualität. Darüber hinaus kann der intelligente Autofokus der EOS R Systemkameras sowohl Tiere als auch Personen erkennen und dafür sorgen, dass der Fokus genau dort bleibt, wo du ihn haben willst. Aufgenommen mit einer Canon EOS R6 (mittlerweile abgelöst von dem Nachfolgemodell EOS R6 Mark III) und einem Canon RF 100-400mm F5.6-8 IS USM Objektiv bei 400 mm, 1/800 Sek., F8 und ISO 800.

Nahaufnahme einer auf einem Zweig sitzenden Prachtlibelle, wobei der Kopf scharf und der Hintergrund unscharf ist. Aufgenommen mit einem Canon RF-S 55-210mm F5-7.1 IS STM Teleobjektiv bei 210 mm Brennweite.

Die relativ geringe Naheinstellgrenze vieler Canon Teleobjektive ermöglicht die Aufnahme feiner Details in beeindruckender Klarheit. Darüber hinaus sorgt der optische Bildstabilisator im RF-S 55-210mm F5-7.1 IS STM Objektiv für gleichmäßige und scharfe Aufnahmen aus der freien Hand – selbst bei vollem Zoom oder bei wenig Licht. Aufgenommen mit einer Canon EOS R50 und einem Canon RF-S 55-210mm F5-7.1 IS STM Objektiv bei 210 mm, 1/50 Sek., F7.1 und ISO 100.

Die wichtigsten Objektive, um das Motiv näher ran zu holen

Ganz gleich, ob du Mobilität, Leistung oder eine unglaubliche Reichweite brauchst – es gibt ein preisgünstiges Canon Teleobjektiv, mit dem du weiter sehen und schärfere Bilder aufnehmen kannst.

Bestes preisgünstiges Objektiv für Reisen und den tagtäglichen Einsatz: Canon RF-S 55-210mm F5-7.1 IS STM

Speziell für APS-C-Kameras wie EOS R50 und EOS R100 konzipiert, ist das RF-S 55-210mm F5-7.1 IS STM Objektiv kompakt und leicht und es bietet einen integrierten Bildstabilisator. Es ist perfekt für Reisen, Familienausflüge und Freihand-Aufnahmen unterwegs. Trotz seiner geringen Größe bietet es genügend Reichweite für weit entfernte Motive. Dabei bleibt dein Setup klein und mobil und die Ausrüstungstasche leicht.

Bestes Objektiv für budgetfreundliche Zoomleistung: Canon RF 75-300mm F4-5.6

Das RF 75-300mm F4-5.6 ist ein preisgünstiges Teleobjektiv mit beeindruckender Reichweite für Außenaufnahmen. Es ist ideal für helle Lichtverhältnisse, z.B. beim Sport oder bei der Beobachtung von Wildtieren, und bietet einen guten Einstieg in die Fotografie mit langen Brennweiten. Mark erklärt: „Wenn du gerade erst mit Teleobjektiven experimentierst oder damit anfängst, bietet dir das RF 75-300mm F4-5.6 eine große Reichweite zu einem unglaublichen Preis.“

Bestes preisgünstiges Objektiv für mehr Leistung und Reichweite: Canon RF 100-400mm F5.6-8 IS USM

Dieses fortschrittliche Objektiv bietet eine große Reichweite, einen schnellen Autofokus und einen integrierten Bildstabilisator. Das RF 100-400mm F5.6-8 IS USM ist eine ausgezeichnete Wahl für Foto-Begeisterte und alle, die scharfe, detaillierte Ergebnisse bei schwächerem Licht oder bei sich schnell bewegenden Motiven einfangen möchten. Sein schneller und leiser Autofokus macht es ideal für die Wildlife- und Sportfotografie, während die große Reichweite auch weit entfernte Motive scharf abbildet.

Ob du weit entfernte Motive mit einem Teleobjektiv näher heranholen oder winzige Details vergrößern willst – du kannst die Reichweite deiner Kamera weit über die Möglichkeiten des Kit-Objektivs hinaus ausbauen. Die Optik-Technologien von Canon helfen dir, neue Perspektiven zu entdecken und deine Welt auf eine Weise zu sehen, die du bisher nicht kanntest.

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