Verbessere deine Wildlife-Fotografie – Tipps von Experten

Dani Connor verrät praktische Techniken und Einstellungen, um Tiere in stimmungsvollem, natürlichem Licht einzufangen.
Wildlife-Fotografin Dani Connor hält in einem schwedischen Wald eine Canon Kamera mit Canon Teleobjektiv in der Hand.

Dani Connor zog für ihre Karriere als Wildlife-Fotografin von England nach Schweden. Die im nahegelegenen Wald lebenden roten Eichhörnchen üben eine große Faszination auf sie aus und sind zu ihren häufigsten Motiven geworden.

Tipps für bessere Wildlife-Fotografie Wähle zunächst ein Motiv in der Nähe deines Wohnorts. Dadurch lernst du ein bestimmtes Tier nicht nur besser kennen, sondern erhöhst zudem deine Chancen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein – vor allem, wenn das Licht am schönsten ist.

Wildlife-Fotografin und Canon Ambassador Dani Connor hat diesen Ansatz auf die Spitze getrieben – indem sie in die Nähe ihres Motivs gezogen ist.

Durch ihren Umzug von England nach Schweden kann sie unzählige Stunden damit verbringen, sich auf das Motiv zu konzentrieren, für das sie berühmt geworden ist: rote Eichhörnchen. Für ihre Fotos und Videos dieser charismatischen Tierart hat sie online ein begeistertes und interessiertes Publikum gefunden und konnte auf diese Weise eine erfüllende Karriere aufbauen.

In der Wildlife-Fotografie ist Ausdauer von entscheidender Bedeutung – selbst bei Motiven, mit denen man schon seit Jahren arbeitet und die man in- und auswendig kennt. „Normalerweise muss ich mindestens eine Stunde warten, bis eines der Eichhörnchen die perfekte Position einnimmt“, erklärt Dani. „Wenn ich eine Aufnahme plane, bei der ein Eichhörnchen einen Ast hinaufrennen soll, rennen sie oft einfach in die entgegengesetzte Richtung. Manchmal sitzen sie vor dir und zeigen dir die ganze Zeit den Rücken. Man darf sie aber nicht erschrecken oder versuchen, sie dazu zu bringen, sich zu drehen – man muss einfach nur Geduld haben und warten.“

Hier verrät Dani ihre Lieblingstechniken für erfolgreiche Wildlife-Fotografie, darunter Tipps zu Bildkomposition, Beleuchtung und Kameraeinstellungen.

Rotes Eichhörnchen, aufrecht auf dem Waldboden, wobei der Hintergrund durch die große Blendenöffnung unscharf wirkt. Wildlife-Foto, aufgenommen von Dani Connor auf einer Canon EOS R6 Mark III mit einem Canon RF 135mm F1.8 L IS USM Objektiv.

Dani stellte an ihrem Teleobjektiv die größte verfügbare Blende ein, um dieses Eichhörnchen von der unruhigen Waldszene abzuheben. Je weiter der Hintergrund vom Motiv abgehoben ist, desto unschärfer wird er. Aufgenommen mit einer Canon EOS R6 Mark III mit einem Canon RF 135mm F1.8 L IS USM Objektiv, 1/160 Sek., 1:1,8 und ISO 100. © Dani Connor

Ein rotes Eichhörnchen späht um einen Baumstamm herum, wobei Schnurrhaare und Ohrbüschel deutlich vor dem unscharfen Hintergrund zu erkennen sind. Wildlife-Foto, aufgenommen von Dani Connor auf einer Canon EOS R6 Mark III mit einem Canon RF 135mm F1.8 L IS USM Objektiv.

„Eine der häufigsten Fragen, die mir in den sozialen Medien gestellt wird, ist, wie ich Eichhörnchen wiedererkenne,“ erzählt Dani. „Sie haben nicht nur sehr unterschiedliche körperliche Merkmale, auch ihr Verhalten kann sehr charakteristisch sein. Manche sind in meiner Nähe ganz entspannt, andere sind eher nervös. Ein bestimmtes Eichhörnchen ist äußerst lebhaft ist und steht immer kerzengerade – es zu fotografieren, macht richtig Spaß.“ Aufgenommen mit einer Canon EOS R6 Mark III mit einem Canon RF 135mm F1.8 L IS USM Objektiv, 1/1.000 Sek., 1:1,8 und ISO 1000. © Dani Connor

Schärfentiefe vereinfacht unruhige Szenen in der Wildlife-Fotografie

Einzelne Tiere herauszuheben, kann eine Herausforderung sein, wenn man in visuell unruhigen Umgebungen wie Waldgebieten fotografiert. Es kann schwierig sein, einen ruhigen Hintergrund zu finden, an dem keine ablenkenden Äste oder helle Lichtflecken im Blätterdach das Auge des Betrachters auf sich ziehen.

Das enge Gesichtsfeld eines Supertele-Objektivs kann ebenso wie die Wahl einer großen Blendenöffnung dazu beitragen, das Motiv vom Hintergrund abzuheben. Auch ohne ein lichtstarkes Objektiv kann man durch sorgfältige Positionierung eine deutliche Trennung erzielen, wenn man darauf achtet, dass zwischen Motiv und Hintergrund etwas Abstand besteht.

„Wenn die Eichhörnchen sich am Boden aufhalten, wird es schwieriger, weil die Szene dann noch chaotischer wird“, erläutert Dani. „Wenn man dem Motiv Futter anbietet, hat man etwas mehr Kontrolle darüber, wo es sich aufhalten wird.“ Das Tier dazu zu animieren, höher auf einen Ast zu klettern, kann nützlich sein, um den Hintergrund aufzuräumen, ergänzt Dani.

„Ich habe einen Ort, an dem ein toter Baum steht“, sagt sie. „Dort gibt es eine Menge sich überlappende Äste, und ich habe kleine Schälchen auf der anderen Seite davon platziert, damit ich genau weiß, wohin die Eichhörnchen sich bewegen. Wenn ich das RF 100-500mm F4.5-7.1L IS USM Objektiv einsetze, weiß ich, dass ich an dieser Stelle problemlos mit einer Lichtstärke von 1:7,1 fotografieren kann und trotzdem eine gute Tiefenschärfe erhalte.“

Ein rotes Eichhörnchen vor einem unscharfen Wald mit hochgestelltem Schwanz bei Gegenlicht. Das Wildlife-Foto wurde von Dani Connor mit einer Canon EOS R6 Mark III und einem Canon RF 100-500mm F4.5-7.1 L IS USM aufgenommen.

„Wenn ich Eichhörnchen im Gegenlicht fotografiere, gefallen mir Fotos von ihnen mit hochgerecktem Schwanz logischerweise am besten,“ sagt Dani. „Dadurch erhält man diese charismatische Form.“ Sie fotografiert immer im manuellen Modus, um die volle Kontrolle über die Belichtungseinstellungen zu haben. Aufgenommen mit einer Canon EOS R6 Mark III und einem Canon RF 100-500mm F4.5-7.1 L IS USM Objektiv bei 363 mm, 1/1.600 Sek., F5.6 und ISO 8000. © Dani Connor

Motive mit Licht formen und hervorheben

Der kreative Einsatz von Licht kann laut Dani dabei helfen, die Aufmerksamkeit auf ein Motiv zu richten: „Versuche beispielsweise, das Motiv vor einem im Schatten liegenden Hintergrund im Licht zu platzieren.“

Gegenlicht ist eine weitere Technik, mit der man ein Tier in stimmungsvoller Weise hervorheben kann. Es eignet sich ideal für pelzige und gefiederte Motive, deren weiche Konturen das Licht einfangen und leuchten.

Wenn das natürliche Licht nicht passt, besteht ein weiterer kreativer Ansatz darin, ein fernbedientes Blitzgerät so zu positionieren, dass es einen Hauch von Gegenlicht erzeugt. Dani hat mit einem Canon Speedlite EL-5 experimentiert, das sie drahtlos über einen an ihrer Kamera befestigten Speedlite Transmitter ST-E3-RT (Ver. 3) auslöst.

Dabei nutzt sie eine manuelle Blitzeinstellung bei relativ geringer Leistung – typischerweise 1/64 – und diffundiert das Licht, damit es sich natürlicher mit dem Umgebungslicht vermischt. Eichhörnchen sind im Allgemeinen tolerant gegenüber Blitzlicht, allerdings sollte man es maßvoll einsetzen.

„Ich benutze es nur bei Eichhörnchen, weil ich weiß, dass sie fremde Objekte im Wald wie einen Blitz tolerieren“, sagt Dani. „Es dauert allerdings eine Weile, bis es so weit ist. Ich streue das Blitzlicht mit einfachem Küchenpapier. Das macht das Licht meiner Meinung nach sehr weich.“

Die drahtlose Blitzauslösung gibt einem Bewegungsfreiheit beim Fotografieren, und mit einem funkgesteuerten Speedlite benötigt man keine Sichtverbindung – so kann man das Blitzgerät außerhalb der Szene platzieren. Um das Licht zu bündeln oder streuen, kann man den Blitzkopf zoomen und ihn zunächst auf ETTL-Messung einstellen, wenn man sich nicht sicher ist, wie viel Blitzlicht man braucht. Dani setzt allerdings gerne den manuellen Blitz ein, damit Leistung und Belichtung konstant sind und sie die volle Kontrolle darüber hat, wie viele Details sichtbar sind.

Ein Techniker mit lilafarbenen Handschuhen arbeitet an einem Tisch an der Schaltung einer Canon Kamera.

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Ein rotes Eichhörnchen, das in der blauen Stunde vor einem sanft unscharfen Hintergrund Nüsse frisst, wobei das Licht dem Bild einen kühlen Farbton verleiht. Wildlife-Foto, aufgenommen von Dani Connor auf einer Canon EOS R6 Mark III mit einem Canon RF 135mm F1.8 L IS USM Objektiv.

Dani nutzt die Farbtemperatur-Option im Weißabgleich-Menü der Kamera, um Aufnahmen in der blauen Stunde kühler wirken zu lassen. „Wenn man näher herangeht, wird das Bokeh verstärkt, was zu dieser Tageszeit ebenfalls sehr reizvoll sein kann“, fügt sie hinzu. Aufgenommen mit einer Canon EOS R6 Mark III mit einem Canon RF 135mm F1.8 L IS USM Objektiv, 1/640 Sek., 1:1,8 und ISO 1600. © Dani Connor

Arbeiten mit wechselndem Licht, von der blauen Stunde bis zum Sonnenaufgang

Eine der Herausforderungen der Tierfotografie besteht darin, dass Tiere meist entweder früh am Morgen oder in der Dämmerung aktiv sind. Das kann heißen, dass man oft im Grenzbereich des Lichts arbeiten muss – in den kühlen, blauen Stunden vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang. Doch nach Danis Ansicht ist das weniger eine technische Herausforderung, als vielmehr eine kreative Chance – und eine Gelegenheit, stimmungsvolle Aufnahmen in Blautönen einzufangen.

Um zu dieser Tageszeit scharfe Aufnahmen zu erhalten, „muss man möglicherweise die ISO-Empfindlichkeit erhöhen oder die Verschlusszeit etwas verlängern“, erklärt sie.

Eine EOS R System Kamera mit Kamera Bildstabilisator (IBIS) in Kombination mit einem RF Objektiv mit optischer Bildstabilisierung kann bei Handaufnahmen für sehr stabile Bilder sorgen. Dennoch benötigt man möglicherweise eine höhere ISO-Empfindlichkeit, um eine kurze Verschlusszeit zu erzielen, mit der sich die Bewegung des Motivs einfrieren lässt.

Darüber hinaus empfiehlt Dani einen Änderung des Weißabgleichs auf eine Einstellung, die die kühlen Blautöne zu dieser Tageszeit eher betont als korrigiert. „Wenn ich bei Tageslicht fotografiere, lasse ich den Weißabgleich einfach auf „Auto“ (Priorität Umgebung). Wenn ich jedoch während der blauen oder goldenen Stunde die Farben betonen möchte, stelle ich den Weißabgleich manuell über die Farbtemperatur-Option in Kelvin (K) ein.“

Mit einem niedrigen Wert (wie 2.500 K) kann man die Kühle des Tageslichts verstärken, während die Bilder mit einem höheren Wert (etwa 10.000 K) wärmer wirken. (Der Kontrast zwischen warmer und kühler Beleuchtung ist auf den letzten beiden Bildern oben deutlich zu erkennen.) Beim Fotografieren mit RAW-Dateien kann man die Farbtemperatur bei der Nachbearbeitung beliebig verfeinern – aber die manuelle Einstellung in der Kamera bietet eine genaue Vorschau während der Aufnahme.

Einer der Vorteile beim Umstieg von einer Spiegelreflexkamera zu einer spiegellosen Kamera wie EOS R System ist die Live-Ansicht im elektronischen Sucher, die eine Bildvorschau mit den Einstellungen für Weißabgleich, Belichtung und anderen Parametern zeigt. „Man braucht gar keine Testaufnahmen mehr zu machen, es sei denn, man experimentiert herum, zum Beispiel mit langen Verschlusszeiten“, erklärt Dani. „Ansonsten sieht man auf Anhieb, wie das Bild aussehen wird.“

Dani hat viele Fotos im Kopf und führt ein Notizbuch mit kreativen Ideen, die sie skizziert. „Manchmal greife ich dieselbe Idee immer wieder auf, bis ich zufrieden bin, und manchmal warte ich solange, bis ganz bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

„Wenn ich weiß, dass es sehr kalt wird oder dass es einen klaren Sonnenaufgang geben wird, gehe ich hinaus und versuche, in der blauen Stunde zu fotografieren oder etwas Bestimmtes auszuprobieren. Manchmal brauche ich sogar extreme Kälte – bei ungefähr -30 °C frieren die Tasthaare der Eichhörnchen ein.“

Wildlife-Fotografin Dani Connor greift in ihre Kameratasche auf dem Waldboden und holt ein Canon Teleobjektiv heraus.

Wie Dani sagt, fotografiert sie sehr gerne mit dem Canon RF 135mm F1.8 L IS USM Objektiv, und zwar aufgrund der großen maximalen Blende, die ideal ist, um in der Dunkelheit des Walds mehr Licht in die Kamera zu lassen. Das Objektiv, das sie im Allgemeinen am häufigsten für Tiere nutzt, ist das RF 400mm F2.8 L IS USM, „aber für Eichhörnchen ist es manchmal etwas zu viel, da sie einem ziemlich nahe kommen können.“

Dani Connor stellt den Autofokus ein, um auf einer Canon EOS R6 Mark III Tiere zu entdecken.

Mit der Prioritätseinstellung „Tiere“ für das Dual Pixel CMOS AF II System aktiviert Dani auch den Autofokus mit Augenerkennung. „Die Motivverfolgung der EOS R6 Mark III ist unglaublich“, schwärmt sie. „In manchen Situationen konnte ich das Auge eines Eichhörnchens in der Dunkelheit gar nicht erkennen, aber die Kamera hat es irgendwie erfasst.“

Dani Connors Kameraeinstellungen für Tieraufnahmen: Geschwindigkeit, Autofokus und leise Aufnahme

In rauen Bedingungen wie diesen verlässt sich Dani auf die Leistung ihrer spiegellosen Kameras von Canon. Bei ihren jüngsten Aufnahmen hat sie Kameragehäuse der Canon EOS R5 Serie und die EOS R6 Mark III mit den Canon Objektiven RF 400mm F2.8 L IS USM, RF 100-500mm F4.5-7.1L IS USM und RF 135mm F1.8 L IS USM genutzt – das letztgenannte bezeichnet Dani als ihr „Lieblingsobjektiv“, das „bei wenig Licht einfach fantastisch ist“.

Ein Weitwinkelobjektiv ist praktisch, um ein Tier in seiner natürlichen Umgebung zu zeigen – vorausgesetzt, man kann nah genug herankommen, damit das Motiv im Bildausschnitt groß genug erscheint.

„Das RF 24mm F1.4 L VCM ist einer meiner Favoriten“, sagt Dani. „Es gibt ein Eichhörnchen, das ich Buddy nenne und schon seit fünf Jahren kenne. Es hat sich schon recht gut an mich gewöhnt, was bedeutet, dass ich nah rangehen kann, um Weitwinkelaufnahmen zu machen. Das macht Spaß.

„Manchmal setze ich meine Kamera auf ein Stativ und löse dann den Auslöser über die Canon Camera Connect App auf meinem Handy aus. Auf diese Weise kann ich in der Live-Ansicht sehen, was vor sich geht.“

Die Aufstellung einer Kamerafalle mit Bewegungssensor ist eine weitere Möglichkeit, Nahaufnahmen mit einem Weitwinkelobjektiv zu machen, empfiehlt Dani. „Sobald sich ein Eichhörnchen vor der Kamera bewegt, löst der Bewegungssensor die Kamera aus und nimmt ein Foto auf. Ich bereite an einem Baumstumpf oder Baumstamm eine schöne Weitwinkelaufnahme vor, lege etwas Futter aus und justiere den Fokus manuell. Dann gehe ich weg und hoffe, dass sich ein Tier in einer schönen Pose zeigt.“

Die Möglichkeit, mit dem elektronischen Verschluss einer spiegellosen Kamera leise zu fotografieren, ist ein großer Vorteil für die Wildlife-Fotografie, insbesondere wenn man in der Stille der Morgen- und Abenddämmerung ganz nah ran möchte.

„Ich nutze immer den geräuschlosen Verschluss“, so Dani, „und die höchste Geschwindigkeit für Reihenaufnahmen, um niemals den entscheidenden Moment zu verpassen.“ „Der Servo AF ist auch sehr wichtig. Ich möchte, dass die Kamera ständig das Auge eines Tiers verfolgt.“

Auf dem hinteren Bildschirm einer spiegellosen Kamera vom Typ Canon EOS R6 Mark III ist ein rotes Eichhörnchen auf einem Ast zu sehen.

Dani hat die EOS R6 Mark III auf den elektronischen Verschlussmodus eingestellt, um leise schnelle Reihenaufnahmen mit 40 Bildern pro Sekunde zu machen. Sie fotografiert fast immer mit der maximalen Blende des Objektivs, wodurch es einfacher ist, die kurzen Verschlusszeiten zu erreichen, die sie benötigt, um Bewegungen von Eichhörnchen einzufrieren.

Im AF-Menü ihrer Kamera wählt Dani „Tiere“ als zu erkennendes Motiv aus und aktiviert die Augenerkennung. „Früher habe ich bei der Arbeit mit einer Spiegelreflexkamera in sehr ‚unruhigen‘ Umgebungen auch mal den manuellen Fokus verwendet, wenn ich durch viel Laub fotografieren musste“, erklärt sie, „aber heutzutage habe ich damit keine Probleme mehr. Dass die Kamera plötzlich auf ein Blatt fokussiert, kommt nicht mehr vor.“

Und wenn sie die volle Kontrolle darüber haben möchte, worauf ihre Kamera fokussiert, wechselt sie zum Spot-AF. „Ich richte immer eine benutzerdefinierte Taste ein, um zum zentralen Feld zurückzukehren“, sagt sie. „Manchmal ist Wildlife-Fotografie so chaotisch, dass ich einfach den Fokus schnell zurücksetzen möchte.“

Wenn sie Videos für YouTube aufnimmt, nutzt Dani zudem die umfangreichen Anpassungsoptionen ihrer Kamera. „Ich richte die M-Fn-Taste so ein, dass sie zwischen Foto und Video umschaltet, sodass ich ganz einfach zwischen beiden Formaten wechseln kann.“ Sie findet diese Steuerung beim Fotografieren bequemer als den Foto/Video-Schalter oben auf der Kamera.

„Häufig möchte ich Fotos und Videoclips derselben Szene aufnehmen, und so kann ich das tun, ohne die Kamera vom Auge nehmen zu müssen. Das mache ich lieber so, als nur die Aufnahmetaste zu drücken, da ich so immer noch die Kameraeinstellungen anpassen kann.“



Durch die Kombination aus ihrem Wissen über Tierverhalten, Kameraeinstellungen und Licht gelingt es Dani, ihre Begegnungen in unvergessliche und stimmungsvolle Tierfotos zu verwandeln. Es braucht Zeit, um diese Techniken zu beherrschen, aber mit etwas Übung wird es möglich, Situationen vorauszuahnen und das verfügbare Licht kreativ zu nutzen, um in der Natur charakteristische Szenen einzufangen.

Sieh dir Dani Connors Videotutorial „Wild Light“ im Canon Club an.

Written by Marcus Hawkins

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